Beatrix von Storch : "Ich habe nichts gegen Döner, sondern gegen Scharia"

AfD-Frau von Storch bestellt in Brüssel einen Kebab - und erntet Spott im Netz. Sie selbst kann das nicht verstehen.

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Beatrix von Storch in einem Dönerladen in Belgien.
Beatrix von Storch in einem Dönerladen in Belgien.Screenshot: Twitter/Pascal Arimont

Ja, Beatrix von Storch isst Döner. Bei Twitter tauchte ein Foto auf, dass die AfD-Politikerin in einem Kebab-Imbiss in Brüssel zeigt. Für viele passt das nicht zusammen. Darf ein AfD-Mitglied Döner essen? Frau von Storch findet: Unbedingt, und zwar am besten mit scharfer Soße. Dem Tagesspiegel sagte sie: "Ich hab nichts gegen Döner, sondern gegen Scharia." Die AfD wende sich nicht gegen in der Gesellschaft integrierte Muslime, sondern gegen den "gesellschaftsfeindlichen politischen Islam". "Nur, wer das nicht differenzieren kann, hält es für skandalös, dass ich gerne Döner mit scharfer Soße mag." Sie möge durchaus andere Länder und andere Sitten und respektiere fremde Lebensweisen und Religionen. "Ich bin aber kompromisslos, wenn Menschenrechte oder Freiheit gefährdet werden".

Los ging es mit einem Tweet von @Mataminium. "Wer steht denn da in einem Döner-Laden in Brüssel?", schrieb er. Das Foto wurde unzählige Male geteilt und verbreitete sich im Netz. "Da brat mir einen nen ", kommentierte @optikzulage. "Integration doch möglich für AfD? Frau von Storch in meinem Lieblings-Dönerladen in Brüssel", schreibt ein anderer. In dem Dönerladen "Chez Bal" kostet ein Dönerteller übrigens zwölf Euro. Die Belustigung um das Foto von Frau von Storch fasst der Tweet eines Users namens James Hall wohl am besten zusammen: "Der Islam mag laut der AfD nicht zur BRD zu gehören, aber der Döner laut Beatrix von Storch sehr wohl!" Jemand anderes fragt: "In was für 1 AfD leben wir eigentlich?"

Von Storch selbst twitterte noch nicht zum Thema "Döner". Dafür postete sie am Mittwoch das Cover der Zeitschrift "Eltern". Zu sehen: Eine Frau mit Kopftuch und ihre Tochter. "Die Zukunft der Familie" ist der Titel. "Was will uns die traditionsreiche Zeitschrift "Eltern" mit diesem Titel eigentlich sagen?", schreibt von Storch dazu. Soviel zum Thema "in der Gesellschaft integrierte Muslime".

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