• Bundesbank bestätigt Echtheit des Geldes: Darmstadt: Rund 20.000 Euro zerschnitten und weggeworfen

Bundesbank bestätigt Echtheit des Geldes : Darmstadt: Rund 20.000 Euro zerschnitten und weggeworfen

Darmstadt rätselt über rund 20.000 Euro, die zerschnitten auf der Straße gefunden wurden. Nun steht immerhin fest: das Geld ist echt.

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Zerrissene und zerschnittene Geldscheine auf einem Tisch der Polizei in Darmstadt. An insgesamt 23 Stellen in der Stadt wurden Teile von Geldscheinen gefunden.
Zerrissene und zerschnittene Geldscheine auf einem Tisch der Polizei in Darmstadt. An insgesamt 23 Stellen in der Stadt wurden...Foto: Polizei Darmstadt

Es ist ein kleines Vermögen, das der Besitzer nicht mehr wollte - auch teilen oder spenden wollte der "Entsorger" das Geld wohl nicht: Euro-Scheine im Wert von fast 20.000 Euro waren seit Ende August an verschiedenen Stellen in Darmstadt aufgefunden worden - zerrissen und zerschnitten. Die Untersuchungsstelle der Deutschen Bundesbank bestätigte am Dienstag die Echtheit der Geldscheine, wie die Polizei mitteilte. An insgesamt 23 Stellen in der Stadt verteilt seien kleinere Häufchen Scheine entdeckt worden.

Die Herkunft des Geldes bleibt weiterhin unklar. Teile der 500-, 100-, und 50-Euro-Scheine lagen beispielsweise vor einem Altglascontainer. In einigen Fällen vermuten die Beamten, dass die Geldteile durch den Wind verteilt wurden. Insgesamt soll es sich um 15.000 bis 20.000 Euro handeln - schätzt die Polizei. Um wie viel Geld es sich genau handelt, muss die Deutsche Bundesbank noch klären. Experten der Bank hatten sich bereits tagelang mit den Schnipseln beschäftigt.

Die Ermittlungen zur Herkunft der Scheine gehen weiter. Hinweise auf eine Straftat gibt es nicht. Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Geld in einer Bank abgeholt und anschließend zerschnitten wurde. Quellen, die mit den Fakten vertraut sind, vermuteten gegenüber dem Tagesspiegel beispielsweise einen frustrierten Erben, der seinen Nachlass nicht mit den Angehörigen teilen wollte. Die Polizei in Darmstadt hofft zudem darauf, dass sich der "Geldzerstörer" melden könnte.

In mindestens einem Fall lagen die Schnipsel mitten auf der Straße. Manche Finder versuchten, das Geld bei der Bank einzulösen. Hier wurde in Einzelfällen von Seiten der Bankinstitute die Polizei verständigt, wie Ferdinand Derings vom Polizeipräsidium Südhessen dem Tagesspiegel sagte. Dass eine Bank bei der Abgabe eines zerrissenen Geldscheines das Geld erstattet, ist höchst unwahrscheinlich. Das Geld müsse zur Deutschen Bundesbank geschickt und dort die Echtheit verifiziert werden. Generell gilt: "Mehr als 50 Prozent des Geldscheins muss vorhanden sein", sagte Susanne Kreutzer von der Deutschen Bundesbank dem Tagesspiegel. Die zahlreichen Finder der Geldschnipsel in Darmstadt haben nach einem halben Jahr Anspruch auf ihren Fund. Ob sie dann die zerrissenen Scheine ausgehändigt bekommen oder den ermittelten Geldwert, ist noch nicht klar.

Hinweise nimmt die Polizei Darmstadt unter 06151/9690 entgegen.

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