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Costa Concordia : Das Mammutprojekt Bergung hat begonnen

13.06.2012 00:00 Uhrvon
Vor der Bergung. Noch liegt das Schiff schief vor der Küste. Foto: dpaBild vergrößern
Vor der Bergung. Noch liegt das Schiff schief vor der Küste. Foto: dpa

Die Bergung der verunglückten Costa Concordia ist angelaufen. Um das Schiff aufzurichten und zu heben, wird eine gigantische Stahlkonstruktion benötigt. Ob das Manöver gelingt, steht in den Sternen.

Sie arbeiten, aber man sieht nichts. Vor dem Wrack der Costa Concordia, das nunmehr seit fünf Monaten auf den ockerfarbenen Granitklippen der Insel Giglio liegt, fahren immer nur kleine Boote auf und ab. Keine Spur von jener gewaltigen Maschinerie, wie sie für die größte Schiffsbergung aller Zeiten zu erwarten wäre.

„Keine Sorge, wir sind im Zeitplan“, versichert die Genueser Kreuzfahrt-Reederei Costa. „Unerlässliche technische Inspektionen zur Vorbereitung der Arbeiten“ seien derzeit im Gang, sagt ein Sprecher. Und Silvio Bartolotti, der Manager der italienischen Firma Micoperi, die auf Ölplattformen und Unterwasserbauten spezialisiert ist, meinte kürzlich gar, man werde die Bergung „viel schneller abschließen können, als der Zeitplan es vorsieht“, also deutlich vor Februar 2013.

Micoperi und das mit 60 Mitarbeitern vergleichsweise kleine amerikanische Bergungsunternehmen Titan-Salvage haben sich unter sechs Bewerbern den 300 Millionen Euro schweren Auftrag geangelt.

Eine derart „zyklopische Arbeit“ (Costa) hat es auf den Weltmeeren noch nie gegeben. Gewiss, es wurden schon Öltanker von der Länge der Costa Concordia, 290 Meter, wieder aufgerichtet. Aber als leere Stahlhülle waren sie viel leichter als das innen vollgebaute und 44 600 Tonnen schwere Kreuzfahrtschiff. Und viel flacher. Die Concordia ragt 61 Meter 50 über die Wasseroberfläche, da sind zum Aufrichten ganz andere Hebelkräfte nötig.

Video:So soll die Costa-Concordia geborgen werden

Die größten Schlepper der Welt, so sagten Fachleute gleich nach dem Unglück am 13. Januar, wären bei der Costa Concordia machtlos. Man könnte das Schiff vor Ort zerlegen; das wäre auch deutlich billiger als der nun beschlossene Plan. Man will es aber nicht: Die Umweltbelastung für die Touristeninsel Giglio gilt als unzumutbar.

Titan und Micoperi haben nun eine Lösung ersonnen, die auf ein Zusammenspiel von Wasserkraft und Luft, Hydraulik und Schwimmkränen baut. Zuerst, nach Plan und Pflichtenheft bis 31. August, muss das Schiff gegen das Abrutschen in tiefere Meereszonen gesichert werden. Landseitig werden dazu, aufgereiht wie eine Palisade, sechzig Betonpfähle in den granitenen, sehr harten Meeresboden gesenkt. Stahlseile, hydraulisch längenverstellbar, und unterm Kiel festgeschweißte Stahlbänder sollen das Wrack halten.

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