Welt : Falscher Amok-Alarm an Leipziger Schule

200 Schüler und ihre Lehrer sitzen stundenlang in Klassenzimmern fest – Ursache noch unklar.

Weiträumig abgesperrt. Großeinsatz der Polizei vor der Schule. Foto: dpa
Weiträumig abgesperrt. Großeinsatz der Polizei vor der Schule. Foto: dpaFoto: dpa

Leipzig - Ein vermeintlicher Amoklauf an einer Leipziger Schule hat einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Die „Leipzig International School“ wurde am Mittwochnachmittag von einem Sondereinsatzkommando durchsucht, wie die Polizei in Leipzig sagte. Hinweise auf eine Straftat oder einen Amoklauf wurden dann aber bis zum Abend nicht gefunden. „Wir haben kein Ergebnis, es ist alles in Ordnung“, sagte Polizeisprecherin Anke Fittkau.

Auslöser für den Einsatz war ein technischer Alarm in der Schule im Stadtteil Schleußig, der gegen 15.40 Uhr bei der Polizei einging. Verschiedene Medien hatten von einem möglichen Amoklauf berichtet. Einen Drohanruf habe es nicht gegeben, sagte eine Polizeisprecherin. Es sei auch niemand in die Schule eingedrungen.

In dem Gebäude befanden sich etwa 200 Schüler im Alter zwischen 13 und 16 Jahren und ihre Lehrer. Sie mussten bis zur Entwarnung gegen 18.30 Uhr in den Klassen ausharren, wie es der Alarmplan der Schule vorsieht. Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich um die Betroffenen. Einige verängstigte Kinder kamen in die Obhut von Medizinern. Dann erst konnten die Schüler nach Hause gehen oder wurden von ihren Eltern abgeholt.

Weil die Lage zunächst unklar war, war ein Großaufgebot der Polizei angerückt. Die Umgebung der Schule wurde von Polizeikräften abgeriegelt. Zahlreiche Rettungskräfte eilten zum Einsatzort. Mit wie vielen Beamten die Polizei im Einsatz war, konnte die Polizeisprecherin nicht sagen. In der Verwaltung der Schule äußerte sich zunächst niemand zu dem Vorfall.

Die Leipzig International School ist nach Angaben der Stadt die erste Internationale Schule in Mitteldeutschland und wird von mehr als 500 Schülern aus über 40 Nationen besucht. Die Privatschule war 1992 gegründet worden. Unterrichtet werden die Schüler von Muttersprachlern aus Großbritannien, USA, Australien und Kanada. dapd/dpa

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