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Fernsehen berichtet : Drei Tote bei Entführung von Bus in Norwegen

Bei der Entführung eines Busses sind im Westen Norwegens drei Menschen getötet worden. Wie ein Polizeivertreter am Montagabend dem Fernsehsender TV2 Nyhetskanalen sagte, wurde der mutmaßliche Täter festgenommen.

Es handele sich um einen mit einem Messer bewaffneten Mann ausländischer Herkunft. Die Polizei habe die Lage wieder unter Kontrolle, doch sei das Tatmotiv noch unklar.

Der mutmaßliche Täter sei etwa 50 Jahre alt, sagte der Polizeivertreter Jörn Lasse Förde Refsnes dem Sender. Demnach wurde der Täter von Feuerwehrleuten überwältigt, die an den Tatort geeilt waren im Glauben, dass es sich um einen Verkehrsunfall handelte.

Medienberichten zufolge wurde der Mann selbst verletzt. Der Fernverkehrsbus war von der beliebten Skiregion Valdres in die Hauptstadt Oslo unterwegs. Nach Angaben der Polizei wies nichts darauf hin, dass sich Opfer und Täter kannten.

Ein Augenzeuge, der mit anderen im Auto als erster am Tatort eintraf, sagte dem Sender TV2 Nyhetskanalen, sie hätten zunächst einen Unfall vermutet, als sie den Bus am Straßenrand gesehen hätten. Sie hätten daher angehalten, seien hinübergerannt und hätten vergeblich versucht, die Türen des Busses zu öffnen. Dann hätten sie jedoch einen dunkelhäutigen Mann gesehen, der sich mit einem Messer durch den Bus bewegte, und verstanden, dass es sich keineswegs um einen Unfall handelte.

Im Jahr 2003 hatte auf der selben Strecke von Valdres nach Oslo ein aus aus Äthiopien stammender Passagier einen Busfahrer ermordet. Zuvor hatte der Mann in einem Wohnheim einen Asylbewerber umgebracht. Der Mörder wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. (AFP)

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