Hare Krishna : Hindu-Sekte baut ersten Wolkenkratzer-Tempel in Indien

In Indien entsteht ein Hare-Krishna-Wolkenkratzer: Der Tempel der hinduistischen Sekte soll rund 70 Stockwerke haben. Im Park des Tempels soll ein Fluss entstehen, auf dem die Gläubigen Boot fahren können.

Die Projektskizze zeigt einen 210 Meter hohen Wolkenkratzer-Tempel, den eine hinduistische Sekte in Nordindien baut.
Die Projektskizze zeigt einen 210 Meter hohen Wolkenkratzer-Tempel, den eine hinduistische Sekte in Nordindien baut. Das...Foto: dpa

Eine hinduistische Sekte baut in Indien einen 210 Meter hohen Wolkenkratzer-Tempel. Das blau-weiße Bauwerk zu Ehren von Lord Krishna werde in der für Hindus heiligen Stadt Vrindavan erbaut, sagte Chanchalapathi Dasa von der Internationalen Gesellschaft für Krishna-Bewusstsein (Iskcon) am Montag. „Im Tempel bringt ein kapselförmiger Lift die Besucher in den 70. Stock“, sagte Dasa weiter. Sie sähen dabei eine 3D-Show, die das Planetensystem zeige, wie es aus alten vedischen Schriften überliefert sei.
Der Chandrodaya Mandir (Tempel des aufgehenden Mondes) der im Westen auch unter dem Namen Hare Krishna bekannten Sekte soll in der Mitte großer Garten- und Wasseranlagen stehen. Diese würden den Wäldern nachempfunden, in denen Lord Krishna laut den heiligen Schriften vor etwa 5000 Jahren lebte. Indiens Präsident Pranab Mukherjee habe bei der Grundsteinlegung am Sonntag von einem „architektonischen Wunder“ gesprochen, berichtete die Zeitung „Asian Age“. Er sagte demzufolge, dass es wichtig sei trotz rasanter wirtschaftlicher Entwicklung die „spirituellen Dimensionen“ nicht vernachlässige.
Nach Angaben von Iskcon wird im Park des Tempels ein Fluss entstehen, den die Besucher mit Booten befahren können. Von der Aussichtsplattform könnten sie zukünftig auf Vrindavan herabblicken, das als Geburtsort von Krishna gilt. Der Ort liegt etwa 160 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Neu Delhi. Insgesamt soll die Anlage laut indischen Medien rund 39 Millionen Euro kosten und in fünf Jahren fertiggestellt sein.
Die Iskcon-Sekte hat Anhänger in vielen Ländern der Welt. Gegründet wurde die Bewegung 1966 in New York von dem indischen Auswanderer Bhaktivedanta Swami. (dpa)

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