• Hashtag #ichkaufdasnicht bei Twitter: Sexismus-Vorwurf wegen Motiven auf Müllermilch-Flaschen

Hashtag #ichkaufdasnicht bei Twitter : Sexismus-Vorwurf wegen Motiven auf Müllermilch-Flaschen

Müllermilch wird in Social Media Sexismus und Rassismus vorgeworfen. Inzwischen hat sich das Unternehmen auch dazu geäußert.

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Sexistisch? die Weihnachtsedition der Müllermilch. Screenshot Twitter
Sexistisch? die Weihnachtsedition der Müllermilch.Screenshot Twitter

Müllermilch versucht es mit Pin-Up-Girls. Auf den neuen Flaschen der Weihnachtsedition sind leicht bekleidete Frauen zu sehen, im Stile der Pin-Up-Girls aus den 50er Jahren. Der Sexismus-Vorwurf ließ nicht lange auf sich warten. Auf Twitter beschweren sich Nutzer unter dem Hashtag #ichkaufdasnicht über die neue Aufmachung der Milch der Molkerei Alois Müller. So twittert zum Beispiel jemand, die Molkerei versuche mit ihren "sexistischen Fläschchen" offenbar "so viele Frauen wie möglich zu beleidigen".

Und es geht nicht nur um Frauenfeindlichkeit: Auf der Sorte Schoko trägt eine dunkelhäutige Frau - von Müllermilch „Sharon Sheila Schoko“ genannt - ein Stück Schokolade auf dem Schoß. "Rassistisch und sexistisch. Für dieses Verpackungsdesign gibt es keine Entschuldigung. Müllermilch, kein Wunder", schreibt ein Nutzer. Auf Twitter wird auch vermutet, dass Müllermilch das ganze provozieren, einen Shitstorm im Interesse das Unternehmens beabsichtigen würde - denn schließlich bringe eine Empörungswelle in den sozialen Netzwerken viel Aufmerksamkeit für ein Produkt. Gesehen hatte die Flaschen der Journalist Marc Bourkel in einem Supermarkt in Luxemburg.

Von der Unternehmensgruppe Theo Müller, zu der Müllermilch gehört, heißt es: „Letztendlich reine Geschmackssache, die nicht überinterpretiert werden sollte.“ Nach Angaben des Unternehmens sind die zeitlich begrenzt erhältlichen Motive beliebte Sammelmotive. Die Weihnachtsedition hat gerade erst die Halloween-Motive abgelöst. Die Aufregung kann Müllermilch nicht nachvollziehen. In der vom Unternehmen verbreiteten Erklärung heißt es, die Motive seien „weitaus weniger freizügig als das, was seit einigen Jahren oftmals in Anzeigen, TV-Spots und quer durch alle Medienformen tagtäglich an nackter Haut zu sehen ist." Das Unternehmen hält fest: „Rassismus in irgendeiner Form ist keinesfalls unsere Intention.“

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