Hirnforschung : Gier nach Geld auch genetisch bedingt

Die Gier nach Geld und immer größerem Gewinn scheint nach jüngsten Forschungsergebnissen auch genbedingt zu sein. Das von Genen beeinflusste Belohnungssystem im Hirn reagiere unter anderem auf kurzfristige Gewinne und den Anblick von Geld, sagte der Vorsitzende des Frankfurter Zukunftsrats, Manfred Pohl, unter Berufung auf Ergebnisse der Neuroökonomie.

Frankfurt/Main „Der Mensch reagiert auf kurzfristige Gewinne oder die Aussicht auf Geld wie auf Kokain“, sagte Pohl am Mittwoch in Frankfurt. Diese Erkenntnisse gelte es bei künftigen Überlegungen zur Gestaltung der Wirtschaftslebens zu berücksichtigen.

Dem 2008 gegründeten Frankfurter Zukunftsrat gehören 30 Wissenschaftler und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens an. Darunter sind die Hirnforscher Wolf Singer und Christian Egler, der Stammzellenforscher Oliver Brüstle und der Pädagoge und ehemalige Leiter der Internatsschule Salem, Bernhard Bueb. dpa

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