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Krebserkrankung : Douglas-Sprecher dementiert Aussage über Krebs durch Oralsex

Der Sprecher von Michael Douglas hat dementiert, dass der Schauspieler Oralverkehr als Auslöser für seine Krebserkrankung genannt hat. Im Gespräch mit der britischen Zeitung "The Guardian" war Oralsex als mögliche Übertragung von Erregern zur Sprache gekommen.

Schauspieler Michael Douglas.
Schauspieler Michael Douglas.Foto: dpa

Der Sprecher von Michael Douglas (68) hat am Montag dementiert, dass der Schauspieler Oralverkehr als Auslöser für seine Krebserkrankung genannt hat. „Er hat nie gesagt, dass Cunnilingus die Ursache für seinen Krebs war“, teilte Sprecher Allen Burry in New York auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Douglas habe im Gespräch mit der britischen Zeitung „The Guardian“ über verschiedene Ursachen von Kehlkopfkrebs geredet. Dabei sei als mögliche Übertragung von Erregern auch Oralsex zur Sprache gekommen, so Burry.
Der „Guardian“ (Online-Ausgabe) hatte am Sonntag ein Interview mit Douglas veröffentlicht, in dem der Schauspieler zitiert wurde: „Denn ohne zu speziell werden zu wollen, dieser bestimmte Krebs wird von HPV (Humane Papillomaviren) verursacht, die tatsächlich beim Oralverkehr übertragen werden.“ Rauchen oder Alkohol seien nicht der Auslöser seiner überstandenen Krebserkrankung gewesen.

Was die Wissenschaft über Oralsex und Papillomviren sagt

Was in dem Gespräch über Oralsex jedoch zur Sprache kommt, ist tatsächlich durch Wissenschaftler belegt. Humane Papillomviren (HPV) sind hauptsächlich dafür bekannt, dass sie bei Frauen Gebärmutterhalskrebs auslösen. Sie seien aber auch die Hauptursache beispielsweise für Mandel- und Zungenkrebs, schrieb die Pathologin Margaret Stanley von der Universität Cambridge im August 2012 im Fachjournal „Nature“. Die Männer fangen sich dabei die Papillomviren über Oralsex ein.

„Ich hatte mir Gedanken gemacht, ob der Krebs nicht durch den Stress wegen der Inhaftierung meines Sohnes ausgelöst wurde“, sagte Douglas weiter mit Blick auf die Verurteilung seines Sohns Cameron wegen Drogenbesitzes und Drogenhandels zu zehn Jahren Haft. „Aber ja, es ist eine sexuell übertragbare Krankheit, die den Krebs auslöst.“

Douglas hatte seine Krebserkrankung 2010 öffentlich gemacht. Nach Angaben des Schauspielers ist der Krebs drei Jahre nach seiner Diagnose dank einer Chemotherapie und Bestrahlungen vorläufig besiegt. Bei dieser Krebsform komme er bei 95 Prozent der Fälle nicht wieder zurück, sagte der zweifache Oscar-Preisträger. Gegen Gebärmutterhalskrebs gibt es eine Impfung, die jetzt zunehmend auch Mädchen in Afrika zugänglich gemacht wird. Nach wie vor wird Rachenkrebs aber meistens durch Tabakkonsum und zu viel Alkohol verursacht.

Michael Douglas spielt in seinem letzten Film Liberace, der in Cannes gezeigt wurde

Der 68-jährige Michael Douglas ist in seinem jüngsten Film als der extravagante Las-Vegas-Entertainer Liberace im Film „Behind the Candelabra“ zu sehen, der vor zwei Wochen in Cannes uraufgeführt wurde (Video).

Michael Douglas ist mit der Schauspielerin Catherine Zeta-Jones verheiratet, die unter Depressionen leidet und vor zwei Wochen aus der Klinik entlassen wurde, in die sie sich begeben hatte. (dpa/AFP)

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