Mathematik an US-Schule : Rechenaufgabe über Sklaven

„Wenn der Sklave Frederick zwei Schläge pro Tag erhält, wie viele Schläge bekommt er dann in einer Woche?“ - diese und andere Rechenaufgaben mussten Drittklässler an einer Grundschule im US-Bundesstaat Georgia lösen.

Saba Meshesha

Große Empörung haben Mathematikaufgaben an einer Schule im US-Bundesstaat Georgia hervorgerufen, in denen auf die Geschichte der Sklaverei Bezug genommen wurde. Eine Rechenaufgabe lautete: „Wenn der Sklave Frederick zwei Schläge pro Tag erhält, wie viele Schläge bekommt er dann in einer Woche?“ Eine weitere Aufgabe: „Jeder Baum hat 56 Orangen. Wenn acht Sklaven sie in gleichem Maße pflücken, wie viele pflückt dann jeder Sklave?“

Es war möglicherweise gut gemeint. Die Beaver Ridge Grundschule begründete die Aufgaben mit dem Versuch, den Mathematikunterricht mit dem Geschichtsunterricht zu kombinieren. Laut „ABCNews.com“ hatten die mehr als 100 Schüler, die die dritte Klasse besuchen, das Thema „berühmte Amerikaner“ durchgenommen. Ein Lehrer wählte Frederick Douglass aus und überlegte sich dazu Fragen auch für den Mathematikunterricht, die auch von anderen Lehrern im Unterricht behandelt wurden. Frederick Douglass war im 19. Jahrhundert als Sklave geboren worden. Er wurde später als Vorkämpfer gegen die Sklaverei berühmt. Der Bundesstaat Georgia kämpfte im Bürgerkrieg an der Seite der Konföderierten gegen die Abschaffung der Sklaverei. Der Präsident der Bürgerrechtsorganisation NAACP, Edward Du Bois, forderte die sofortige Entlassung der neun betreffenden Lehrer.

Diese kamen jedoch mit einer Verwarnung davon. An der Schule sind nur vier Prozent der Schüler Weiße. 28 Prozent sind Afroamerikaner, 60 Prozent Hispanics.

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