Miriam Kachelmann geht in die Offensive : "Ich bin nicht schwach!"

Sie kämpft für die "Rehabilitation" ihres Mannes: Miriam Kachelmann. Nachdem sie und der ehemalige Wettermoderator heftigen Gegenwind von der Presse bekamen, wehrt sie sich nun gegen ihre vermeintliche Opferrolle.

Entspannt: Die Kachelmanns.
Entspannt: Die Kachelmanns.Foto: dapd

Im ZEITmagazin wehrt sich Jörg Kachelmanns Ehefrau Miriam gegen die Opferrolle, die ihr von vielen Medien unterstellt wurde: „Warum muss ich denn leiden? Mit welchem Recht meint die Öffentlichkeit zu wissen, dass ich schwach bin?“ Die 26-Jährige hatte während des Verfahrens gegen den Wettermoderator erfahren, dass sie nicht die einzige Frau an seiner Seite war. Trotzdem hatte sie Kachelmann 2011 geheiratet, als der Prozess gegen ihn noch im Gange war. Eine seiner ehemaligen Geliebten hatte ihm vorgeworfen, sie vergewaltigt zu haben. Sie und andere Ex-Geliebte von Kachelmann äußerten sich auch in den Medien. Miriam Kachelmann findet das öffentliche Leiden der anderen Geliebten entsetzlich.

 Vor Kurzem ist das Buch „Recht und Gerechtigkeit“ erschienen, das sie gemeinsam mit ihrem Mann geschrieben hat und das aus der Sicht der beiden die Zeit zwischen Kachelmanns Verhaftung im März 2010 und seinem Freispruch im Juni 2011 rekonstruiert. Nach der Veröffentlichung und einigen Auftritten in Talkshows bekamen die beiden wieder viel Gegenwind. Miriam Kachelmann wurde als „Amazone“, „Besessene“ und „Übermutter“ dargestellt.

 

Auf die Frage, warum sie sich das alles antue, antwortete Miriam Kachelmann, die für die Rehabilitation ihres Mannes kämpft: „Wir lassen das nicht so stehen, auch wenn wir danach mit einer noch größeren Keule eins auf den Kopf bekommen.“ Sie sei die erwachsenste Frau, mit der er je zusammen war, sagt Kachelmann, 54. Aber auch sie war zeitweise überfordert von der Situation. Als im Sommer 2010 klar wurde, dass sich Kachelmanns Verfahren in die Länge ziehen würde, nahm die Psychologiestudentin ein Urlaubssemester: „Ich war seelisch nicht in der Lage, mich auf das Studium zu konzentrieren.“ Im nächsten Jahr will sie im Ausland weiterstudieren.

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