• Nach Hackerangriff auf Seitensprungportal: US-Pastor begeht Suizid wegen Ashley-Madison-Datenleck

Nach Hackerangriff auf Seitensprungportal : US-Pastor begeht Suizid wegen Ashley-Madison-Datenleck

Weil sein Name in einem gehackten Datensatz im Internet veröffentlich wurde, hat sich ein US-Pastor umgebracht - er hatte am Seitensprungportal Ashley-Madison teilgenommen.

Ein Mann schaut sich im Internet das Seitensprungportal Ashley Madison an. Die Seite wurde gehackt und Daten von Nutzern ins Internet gestellt.
Ein Mann schaut sich im Internet das Seitensprungportal Ashley Madison an. Die Seite wurde gehackt und Daten von Nutzern ins...Foto: AFP

Nach dem Hackerangriff auf das Seitensprungportal Ashley Madison hat sich ein Pastor in den USA das Leben genommen. Die Frau des baptistischen Geistlichen sagte dem Nachrichtensender CNN am Mittwoch, dass der Name ihres Mannes im vergangenen Monat in den im Internet veröffentlichten Datensätzen von Ashley Madison aufgetaucht sei. Sechs Tage später, am 24. August, habe sie ihren Mann tot aufgefunden.

In einem Abschiedsbrief habe der 56-Jährige geschrieben, wie sehr er sich wegen der Bloßstellung schäme. "Er hat über Depressionen gesprochen. Er hat darüber gesprochen, dass sein Name da draußen sei, und er hat gesagt, dass es ihm sehr, sehr leid tue", sagte Christi Gibson, die gemeinsam mit ihrem Sohn und ihrer Tochter an die Öffentlichkeit ging. "Nichts kann aufwiegen, einen Vater, einen Ehemann, einen Freund zu verlieren. Das ist es einfach nicht wert." Gibson sagte zu CNN, dass ihr Mann sich "so geschämt" habe.

Dabei sei seine Familie bereit gewesen, ihm zu vergeben. Doch der Pastor habe befürchtet, seinen Job zu verlieren. In einem im Internet veröffentlichten Video der Beerdigung sagte sein Sohn: "Mein Vater war ein großartiger Mann. Er war ein großartiger Mann mit inneren Kämpfen. Jeder hat innere Kämpfe." Eine Hackergruppe namens The Impact Team hatte im vergangenen Monat vertrauliche Informationen über rund 32 Millionen Nutzer des in Kanada ansässigen Seitensprungportals ins Internet gestellt.

Experten für Internetsicherheit stuften die veröffentlichten Daten, darunter Nutzernamen, Passwörter, Anschriften, E-Mail-Adressen und Telefonnummern, als echt ein. Die kanadische Polizei hatte erklärt, wegen zwei Suiziden in Verbindung mit dem Datenhack zu ermitteln. Unklar blieb zunächst, ob der Tod des Pastors einer der Fälle ist. (AFP)

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