Nach Vergewaltigung im Taxi : Opfer aus Indien verklagt Firma in den USA

Im November soll ein Fahrer des Fahrdienstes "Uber" eine Frau in Indien in seinem Taxi vergewaltigt haben. Das mutmaßliche Opfer hat nun den Fahrdienstvermittler verklagt. Obwohl "Uber" in Indien verboten wurde, sind seit vergangener Woche wieder Fahrer in Neu Delhi unterwegs.

International unterwegs: Der Fahrdienstleister "Uber" fährt auch in Taiwan.
International unterwegs: Der Fahrdienstleister "Uber" fährt auch in Taiwan.Foto: dpa

Eine Frau, die in Neu Delhi von einem Uber-Fahrer vergewaltigt worden sein soll, hat den Fahrdienstvermittler in den USA verklagt. Uber stelle sein Profitstreben über die Sicherheit der Passagiere, heißt es laut der indischen Nachrichtenagentur IANS in der Anzeige. Die Inderin fordere auch eine Entschädigung von Uber, berichtete IANS am Freitag weiter.

Uber ging in einem ersten Statement nicht direkt auf die Klage ein. „Unser tiefes Mitgefühl gilt dem Opfer dieses entsetzlichen Verbrechens. Wir kooperieren in vollem Umfang mit den Behörden, um sicherzustellen, dass der Täter seine Strafe erhält“, hieß es. Gegen den mutmaßlichen Täter läuft ein Verfahren in Indien. Er soll die 27-Jährige im November in seinem Taxi vergewaltigt haben. Uber wurde daraufhin in ganz Indien verboten. Seit vergangener Woche sind von Uber vermittelte Fahrer wieder auf den Straßen Neu Delhis unterwegs.

Sie nutzen dafür eine andere Vermittlungsfirma namens Pooch-O. Indien ist nach den USA der größte Markt für das rapide expandierende Unternehmen aus San Francisco. Für Indien hat Uber nach eigenen Angaben nun neue Sicherheitsstandards eingeführt. Alle Fahrer müssten Uber ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Außerdem werde die App einen Notruf-Knopf bekommen. (dpa)

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