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Oakland im US-Bundestaat Kalifornien : Polizei bestätigt bisher 30 Tote bei Brand auf Tanzparty

Bei einer Tanzparty bricht in einem Lagerhaus in Oakland bei San Francisco Feuer aus. Die Bergungsarbeiten sind schwierig und werden Tage dauern.

Ort des Infernos: Das ausgebrannte Lagerhaus in Oakland
Ort des Infernos: Das ausgebrannte Lagerhaus in OaklandFoto: AFP/Getty Images/Elijah Nouvelage

Nach dem verheerenden Brand während einer Party in einem Lagerhaus in Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien haben die Ermittler in den Trümmern mehrere Dutzend Tote gefunden. Die Zahl der Opfer stieg am Sonntag auf 30, wie Polizeisprecher Ray Kelly sagte. Einige von ihnen stammten seinen Angaben zufolge aus anderen Ländern. Weitere Menschen wurden noch vermisst.

Der Brand war am Freitagabend (Ortszeit) während einer illegalen Party in dem zweistöckigen Gebäude ausgebrochen. Die Ursache war auch am Sonntag zunächst weiter unklar. Zwischen 50 und 100 Menschen sollen auf der Party gewesen sein.

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich am Wochenende schwierig. Das Feuer hatte über Stunden gewütet und das Gebäude erheblich zerstört. Das Dach stürzte ein, woraufhin auch die zweite Etage in Teilen einbrach.

Bis zum Sonntagnachmittag (Ortszeit) konnte erst rund ein Fünftel des Lagerhauses abgesucht werden, wie die Ermittler sagten. Die Feuerwehr ging mit Hilfe von schwerem Gerät vor. Mit Spürhunden suchte sie in den Trümmern nach Opfern.

Das Lagerhaus wurde von Künstlern genutzt, eine Genehmigung für die Party gab es nicht. Die Stadt hatte am 13. November eine Untersuchung eingeleitet, ob Menschen dort unerlaubterweise wohnten. Als ein Inspektor die Lage vor Ort inspizieren wollte, habe ihm jedoch niemand geöffnet, sagte Darin Ranelletti von der Planungsbehörde.

Nach Angaben der Ermittler gab es zwei Ausgänge. Über eine Sprinkleranlage und Rauchmelder verfügte das Gebäude laut Feuerwehr nicht.

Die Ermittler riefen Angehörige dazu auf, DNA-Quellen von vermissten Freunden oder Familienmitgliedern bereitzustellen, um die Identifikation zu erleichtern. Ein Seelsorger kümmerte sich um wartende Angehörige.

Das örtliche NBA-Basketballteam der Golden State Warriors kündigte eine Spende von 50.000 Dollar (rund 47.000 Euro) für die Familien an. Vor ihrer Partie gegen die Phoenix Suns gab es am Samstagabend eine Schweigeminute für die Opfer. (dpa)


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