Robin Williams' Tochter : Zelda Williams verlässt Twitter wegen Online-Angriffen

Robin Williams' Tochter Zelda wurde im Internet wegen des Suizids ihres Vaters von anderen Usern eingeschüchtert und beleidigt. Jetzt gab sie ihren Abschied von der Social Media-Plattform bekannt.

Robin Williams und seine Tochter Zelda bei der Premier von "Happy Feet 2" im November 2011.
Robin Williams und seine Tochter Zelda bei der Premier von "Happy Feet 2" im November 2011.Foto: AFP

Grässliche Übergriffe von so genannten Online-Trolls haben Robin Williams' trauernde Tochter Zelda veranlasst, ihre Twitter- und Instagram-Accounts zu löschen. Sie werde Twitter von ihren Geräten entfernen, vielleicht für immer, wurde sie von der britischen Zeitung The Telegraph zitiert. Twitter-User hatten versucht, Zelda Williams mit Fotos und Nachrichten zur Selbsttötung ihres Vaters zu erschrecken. Damit hatten sie offenbar Erfolg.

Sie habe gezittert, als sie ein Foto von einem toten Mann, der dem Hollywood-Star ähnlich sah, zugeschickt bekam, sagte die 25-Jährige dem Blatt. Der Absender wollte sie glauben lassen, es handele sich um ihren Vater. Ein anderer User behauptete dem Bericht zufolge, der Schauspieler habe sich erhängt, weil er sich für seine Tochter schämte.

Zudem wurde Zelda Williams Opfer "grausamer und unnötiger" Kritik, weil sie angeblich zu wenige Fotos von ihrem berühmten Vater gepostet hatte. Sie wehrte sich: "Die wahren privaten Momente, die ich mit ihm geteilt habe, waren wertvoll, ruhig und, glaube es oder nicht, nicht voller Fotos und "Selfies"". Die Twitter-User, die sie angegriffen hatten, wurden mittlerweile von der Plattform entfernt

Zelda Williams hatte als Reaktion auf den Freitod ihres Vaters ein berührendes Tribut an ihn verfasst und über soziale Netzwerke verbreitet. Darin beschrieb sie Robin Williams als "eine der liebenswürdigsten, großzügigsten und sanftesten Seelen, die ich je kannte". Sie könne nicht verstehen, warum er keinen Grund im Herzen trug, um zu bleiben.

Der Telegraph will außerdem von einem Freund des toten Schauspielers erfahren haben, dass dieser nur aus Geldnöten in die Fortsetzung seines Erfolgsfilms "Mrs. Doubtfire - Das stachelige Kindermädchen" eingewilligt habe. Die Schauspielerei habe immer die "Dämonen in ihm zum Vorschein gebracht" und ihn so anfällig für Depressionen gemacht. (jkl)

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