Satire-Beitrag zu BER : Moor schreibt bei "Postillon" ab

22.08.2012 00:00 Uhr
Dieter Moor Foto: dapd
Dieter Moor - Foto: dapd

Dieter Moor, „ttt“-Moderator, hat mit seiner Abschlussglosse am vergangenen Sonntag für Aufregung gesorgt. Offenbar hat er sich für eine Satire zum Berliner Flughafen bei einem anderen Autor bedient.

In seinem satirischen Beitrag ging es um das Chaos am Berliner Flughafen – darin verwendete Moor Zitate eines fremden Autors, ohne sie kenntlich zu machen, wie die „ttt“-Redaktion auf ihrer Facebookseite einräumte. Zuvor hatte stern.de über den Fall berichtet. Moor sagte über den Flughafenbau: „Die Eröffnung ist verschoben auf weit hinter übermorgen. Die Verschiebung der Verschiebung droht verschoben zu werden. Was bleibt, ist allgemeine Sprachlosigkeit. Und da, genau da, machen Sprachforscher jetzt einen Vorschlag, der dieses Problem beheben könnte: Futur III – wäre gewesen worden sein.“ Bereits in der vergangenen Woche hatte Autor Stefan Sichermann auf seiner satirischen Seite „Postillon“ formuliert, man habe die „neue Zeitform Futur III eingeführt, um Gespräche über Berliner Flughafen zu ermöglichen“.

Beispiel: „Ich werde im nächsten Sommer nach Mallorca in den Urlaub geflogen wären gewesen.“

Nach Protesten im Internet veröffentlichte die Redaktion von „ttt“ auf ihrer Facebook-Seite folgende Erklärung: „Wir haben mit Dieter Moor gesprochen. Die Schlussglosse verfasst er mit einem Co-Autor und bringt sie sonntags mit zur Sendung. Das Thema hatte der Co-Autor im Internet an verschiedenen Stellen gefunden – Dieter Moor räumt ein, dass er diesmal nicht überprüft hat, ob eine genauere Quellennennung nötig wäre.“ Dies sei bei satirischen Texten nicht unüblich. Dennoch „Hier wäre bei allen Beteiligten mehr Sorgfalt angebracht gewesen.“ (dpa)

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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