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Schock in Köln : ICE fährt mit Leichenteilen am Rumpf in Bahnhof ein

Es muss ein Schock gewesen sein. Am Rosenmontag ist ein ICE mit Leichenteilen am Rumpf in den Hauptbahnhof Köln eingefahren. Die Bahn bestätigte den Vorfall.

Der Hauptbahnhof in Köln (Archivbild)
Der Hauptbahnhof in Köln (Archivbild)Foto: dpa

Schock für viele Reisende: In den Kölner Hauptbahnhof ist am Rosenmontag ein Zug eingefahren, unter dessen Führerkanzel Leichenteile klebten. Der aus Frankfurt am Main kommende ICE nach Amsterdam hatte während der Fahrt vom Lokführer unbemerkt einen Mann erfasst. Die alarmierte Bundespolizei barg die menschlichen Überreste.

Bei einer anschließend eingeleiteten Absuche der Bahnstrecke wurden an der Einfahrt des Güntenscheid-Tunnels bei Siegburg, etwa auf halber Strecke zwischen Frankfurt und Köln, weitere Leichenteile gefunden. Die Polizei prüft, ob diese zusammengehören, und versucht, die Identität des Unbekannten zu ermitteln.

Der Lokführer gab an, dass er in der Nähe von Siegburg einen Schlag am Triebwagen des ICE verspürt, ansonsten aber nichts weiter bemerkt hatte. Aus dem hochgelegenen Führerstand ist der Bereich unmittelbar vor dem Triebwagen nicht einsehbar. Er hatte den Zug daraufhin nicht gestoppt, sondern die Fahrt bis zum Kölner Hauptbahnhof fortgesetzt. Ob der Lokführer damit gegen eine Dienstanweisung verstoßen habe und mit Konsequenzen rechnen muss, konnte eine Sprecherin der Deutschen Bahn unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht sagen.

Bereits am Wochenende waren in Bayern zwei Personen von Eisenbahnzügen erfasst und getötet worden. Die beiden 18jährigen waren bei Eggenfelden (Niederbayern) und im schwäbischen Dinkelscherben auf dem Heimweg von Faschingspartys auf die Gleise gelaufen.  (du-)

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