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Skandal in Köln : Aggressive Abtreibungsgegner schicken Detektive in Kliniken

22.01.2013 16:39 Uhrvon
Unter dem Druck militanter Abtreibungsgegner. Die Verantwortlichen der beiden katholischen Kölner Kliniken, die eine mutmaßlich vergewaltigte Frau abgewiesen haben.Bild vergrößern
Unter dem Druck militanter Abtreibungsgegner. Die Verantwortlichen der beiden katholischen Kölner Kliniken, die eine mutmaßlich vergewaltigte Frau abgewiesen haben. - Foto: dpa

Die Ablehnung einer Vergewaltigten hat eine Vorgeschichte. Eine bezahlte Provokateurin denunzierte beim Erzbistum Ärzte in katholischen Kliniken, die ihr die "Pille danach" verschrieben haben. Aus Angst lehnten die Ärzte daraufhin die Behandlung vergewaltigter Frauen ab.

Hinter dem Skandal um katholische Krankenhäuser in Köln steht eine Kampagne radikaler Abtreibungsgegner. Wie sich jetzt herausstellt, hatte eine von Abtreibungsgegnern angeheuerte Detektivin im Oktober 2011 in vier katholischen Kliniken in Köln um die „Pille danach“ gebeten und Einrichtungen, die ihren Wunsch erfüllten, beim Erzbistum Köln angeschwärzt. Diese Denunziation hat dazu beigetragen, dass es kürzlich zwei katholische Kliniken abgelehnt haben, eine junge Frau zu untersuchen, die mutmaßlich vergewaltigt worden war.

Die Detektivin hatte sich im Auftrag der Abtreibungsgegner vier katholische Kliniken ausgesucht, die in ihren Räumen oder auf ihrem Gelände Notfallambulanzen beherbergen, die nicht zum katholischen Träger gehören, sondern von der Kassenärztlichen Vereinigung betrieben werden.

Im katholischen Haupthaus wurde der Provokateurin der Wunsch nach der „Pille danach“ abgeschlagen. In den in demselben Haus beheimateten „weltlichen“ Notfallambulanzen wurde ihr der Wunsch erfüllt.

Im Februar 2012 berichtete die bei konservativen Katholiken beliebte Internetplattform gloria.tv über den Vorgang und prangerte an, „dass in katholischen Krankenhäusern in Köln durchweg die ,Pille danach’ verschrieben werde. Katholische Kliniken würden weltliche Notfallpraxen beherbergen, „ohne dort vertraglich ein Verbot der ,Pille danach’ zu fordern“. Auch die Klinik St. Vinzenz der Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria war von der Detektivin aufgesucht und beim Erzbistum Köln angeschwärzt worden.

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