Stuttgart statt Gran Canaria : Condor-Maschine aus Berlin musste notlanden

Ein aus Berlin kommender Airbus A 320 der Fluggesellschaft Condor musste am Sonntag auf dem Flughafen Stuttgart außerplanmäßig landen. An Bord hatte es nach dem Start brenzlig gerochen.

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Ein aus Berlin kommender Airbus A 320 der Fluggesellschaft Condor musste in Stuttgart außerplanmäßig landen.
Ein aus Berlin kommender Airbus A 320 der Fluggesellschaft Condor musste in Stuttgart außerplanmäßig landen.Foto: dpa

Stuttgart/Berlin - Ein aus Berlin kommender Airbus A 320 der Fluggesellschaft Condor musste am Sonntag auf dem Flughafen Stuttgart außerplanmäßig landen. An Bord hatte es nach dem Start brenzlig gerochen. Während die 133 Passagiere mit dem Schrecken davonkamen, wurden zwei Stewardessen mit Atemproblemen in ein Krankenhaus gebracht. 133 Urlauber waren gegen zwölf Uhr mittags mit Flug DE7546 in Berlin-Schönefeld nach Las Palmas (Kanarische Inseln) gestartet. Plötzlich verbreitete sich sowohl im Cockpit als auch in der Kabine ein Geruch von geschmolzenem Kunststoff. Der Flugkapitän entschloss sich daraufhin zu einer außerplanmäßigen Landung in Stuttgart und erklärte eine Luftnotlage. Daraufhin erhielt die Maschine im Landeanflug Vorrang vor allen anderen Flugzeugen. Vorsorglich setzten die beiden Piloten ihre Sauerstoffmasken auf. In Stuttgart wurde unterdessen ein Großalarm ausgelöst. Neben der Flughafenfeuerwehr gingen weitere Einsatzkräfte in Position. Nach der problemlosen Landung wurde der Airbus noch auf der Piste gestoppt. Die Passagiere verließen das Flugzeug über eine herangefahrene Treppe, wurden mit Bussen ins Terminal gebracht und dort betreut. Zwei der vier Flugbegleiterinnen klagten über Atembeschwerden und wurden zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Der Flugverkehr in Stuttgart war kurzzeitig unterbrochen.

Der Airbus wurde zu einer Abstellposition geschleppt, wo Techniker mit der Untersuchung begannen. Die Quelle des Geruchs konnte laut Condor-Sprecher Johannes Winter zunächst nicht ermittelt werden. Seit der öffentlichen Diskussion über mögliche Schadstoffe, die über defekte Leitungen aus den Triebwerken in die Kabinenluft gelangen können, kommt es in jüngster Zeit häufiger zu Ausweichlandungen wegen Gerüchen an Bord von Flugzeugen.

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