Verkaufsverbot : Deutsche hamstern Glühbirnen

26.07.2009 00:00 UhrVon Saskia Weneit
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Schönes altes Licht. Viele Menschen wollen es auch in Zukunft nutzen. - Foto: dpa

Im Vorfeld des Verkaufsverbots von Glühbirnen ab dem 1. September kommt es in den Baumärkten zu verstärkten Hamsterkäufen. Inzwischen haben sich die Verkäufe teilweise verdreifacht.

 Ein Sprecher von Praktiker sprach von Umsatzsteigerungen im ersten Halbjahr 2009 von 150 bis 180 Prozent bei den 60- und 100-Watt-Birnen. Ein Sprecher der REWE-Gruppe sagte dem Tagesspiegel, in den letzten Tagen habe sich in den toom-Märkten der Verkauf der 100-Watt-Birnen teilweise verdreifacht. Ein Sprecher von Hornbach gab an, die Verkaufszahlen bei 100-Watt-Birnen seien im ersten Halbjahr um 140 Prozent gestiegen.

Hintergrund der Steigerungen ist offensichtlich ein Verkaufsverbot für Glühbirnen in der EU. Ab 1. September dürfen keine 100-Watt-Birnen mehr verkauft werden. Ein Jahr später folgen 75-Watt-Birnen, 2011 die 60-Watt-Birnen und 2012 Lampen mit 40- und 25-Watt.

Grund für die Verkaufsverbote sind Energieeffizienz- und Klimaschutzziele.

Die Motive für die Hamsterkäufe sind unklar. Viele Menschen halten das Licht der neuen Energiesparlampen für kälter und ungemütlicher. Dieses Argument wurde auch von Museen geäußert, die Räume mit Gemälden lieber mit traditionellem Licht ausleuchten wollen. Der höhere Preis von Energiesparlampen dürfte kaum eine Rolle spielen, sie halten dafür länger. Möglicherweise verbirgt sich hinter den Hamsterkäufen auch ein Protest gegen eine als willkürlich empfundene Bevormundung. Die Kunden selber werden nach dem Stichtag nicht verfolgt. Verboten ist nur der Verkauf, nicht der Besitz.

Wie der Sprecher von Praktiker sagte, habe die Kette ihre Lageraufstockung gut und rechtzeitig organisiert. Er sprach im Zusammenhang mit dem Kaufverhalten der Kunden von einer „Aktion Eichhörnchen“. Der Rewe-Sprecher betonte, es gebe noch keine Lieferengpässe. Es würden aber keine „Extra-Bestände“ aufgebaut, um die gestiegene Nachfrage zu befriedigen.

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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