Video: Madiba tanzt : Mandela und der weiße Zulu

Der Zulu-Folk-Musiker Johnny Clegg kämpfte gegen das südafrikanische Apartheid-Regime und sang für den eingesperrten Nelson Mandela. Der bedankt sich später in Frankfurt auf ganz besondere Weise.

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Nelson Mandela und Johnny Clegg in Frankfurt am Main.
Nelson Mandela und Johnny Clegg in Frankfurt am Main.Foto: dpa

Johnny Clegg wird in seiner Heimat Südafrika "der weiße Zulu" genannt. Weil er die Sprache der Zulus lernte und darin seine Lieder verfasste. Weil er schon früh gemeinsam mit dem schwarzen Musiker Sipho Mchunu auftrat, obwohl die Apartheid-Gesetze das eigentlich verboten.

Und aus einem weiteren Grund: In einem seiner berühmtesten Lieder, "Asimbonanga" , forderte der in Südafrika äußerst populäre Johnny Clegg offen die Freilassung Mandelas. Er war 1987 einer der ersten südafrikanischen Künstler, der es wagte, sich so offensiv mit dem Apartheids-Regime anzulegen. Asimbonanga wird prompt von der südafrikanischen Regierung verboten, aber nichtsdestotrotz ein großer Hit in der Bevölkerung.

Mandela war damals schon seit vielen Jahren auf der Gefängnis-Insel Robben Island interniert. 1990 wurde er dann freigelassen.

Viele Jahre später, bei einem Konzert in Frankfurt, wird sich Nelson Mandela auf ganz besondere Weise bedanken. Mandela kommt Clegg auf die Bühne und tanzt. Warum denn keiner tanze, fragt Mandela dann. "Lasst uns das Lied noch einmal spielen!" Überwältigend sei das gewesen, hat Johnny Clegg einmal der "Deutschen Welle" erzählt. Einer der großartigsten Augenblicke in seinem Leben. Sehen Sie hier ein Video des Auftritts.

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