Weltuntergang : Der Däniken hat's gewusst

21.12.2012 00:00 UhrVon Dominik Drutschmann
Mystery-Autor Erich von Däniken Foto: dpa
Mystery-Autor Erich von Däniken - Foto: dpa

Seit 45 Jahren reist Erich von Däniken durchs Land, um Vorträge über die Rückkehr der Götter zu halten. Es ist das Thema seines Lebens. In diesen Wochen ist er wieder sehr gefragt. Denn der Weltuntergang steht bevor.

Die gute Nachricht vorweg: Diese Zeilen zu lesen bedeutet, die Welt ist nicht untergegangen. Der Maya-Kalender hat sich nicht bewahrheitet. Erich von Däniken wusste es vorher. „Alles Quatsch“, sagt er, „nicht die Welt sollte untergehen, die Götter sollten zurückkehren.“ Und da er schon dabei ist, korrigiert er auch dieses andere Missverständnis gleich noch: Die Götter sind gar keine Götter, die Götter sind Außerirdische. Erich von Däniken braucht nicht lange, um auf sein Lebensthema zu sprechen zu kommen.

Sechs Tage vor der Rückkehr der Götter ist er in Halle an der Saale. Er wird einen Vortrag halten. Titel: „Die Götter kehren zurück“.

700 Zuschauer werden erwartet, die Georg-Friedrich-Händel- Halle ist nahezu ausverkauft.

Zwei Stunden vor Beginn der Show fährt Erich von Däniken im silbernen Opel Insignia, Schweizer Kennzeichen, vor. Als er vor der Halle aussteigt, fällt die weite Bundfaltenhose über die Schuhe mit den hohen Absätzen, die ihn bei einer Körpergröße von knapp über 1,60 Meter ein wenig größer machen sollen. Die zur Seite gescheitelten Haare sind grau geworden. Hinten am Wirbel stehen sie wirr ab. Über dem weißen Hemd trägt er ein blaues Sakko. Er trägt immer ein blaues Sakko. Ozeanblau. Dänikenblau. Es ist über die Jahre sein Markenzeichen geworden. 14 Stück besitzt er. „Sie gefallen mir einfach“, sagt er.

Es ist sein vorletzter Vortragstermin vor dem 21.12. 2012, der, falls die alte Zeitrechnung der Maja stimmt, ein wichtiger Tag in der Erdgeschichte werden könnte. Da muss der 77-jährige von Däniken noch mal ran. Seit knapp 45 Jahren schreibt er praktisch über nichts anderes. Mehr als 30 Sachbücher, eine handvoll Romane hat er veröffentlicht. 62 Millionen Mal haben sich seine Bücher verkauft. Seine TV-Shows liefen im deutschen Fernsehen, in der Schweiz, in den USA. Und immer ging es um dasselbe: Dass Außerirdische vor Tausenden von Jahren auf der Erde waren, dass sie Technologie und Intelligenz mitgebracht haben. Dass sie es waren, die Anleitungen für Bauwerke gestiftet haben, die heute als „Weltwunder“ gelten. Die Gizeh-Pyramide, die Linien und Figuren in der Nazca-Ebene. Als das vollbracht war, seien die Außerirdischen in ihren Ufos nach Hause geflogen. Nicht ohne vorher ihre Rückkehr angekündigt zu haben.

Am heutigen 21.12.2012 könnte es so weit sein.

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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