Berlinalefilme für Kinder: Generation Kplus : "Wir mögen Animationsfilme!"

"Jack und das Kuckucksuhrherz" ist ein opulentes Spektakel, eine Mischung aus Lovestory, Horror und Action. Tamino, 12, hat mit Regisseur Stéphane Berla gesprochen.

Tamino Köhne
"Jack und das Kuckucksuhrherz" läuft in der Reihe Generation Kplus der Berlinale.
"Jack und das Kuckucksuhrherz" läuft in der Reihe Generation Kplus der Berlinale.Foto: Berlinale

Herr Berla, warum wollten Sie gerade diese Geschichte erzählen?

Mein Ko-Regisseur Mathias Malzieu wollte eine starke Liebesgeschichte erzählen, darum dachte er sich diese Geschichte mit dem Herz aus. Sie soll sagen: Wenn man verliebt ist, riskiert man sein Leben.

Und wie kamen Sie dazu?

Mathias ist Sänger der Band Dionysos, für die ich zwei Musikclips realisiert habe. Mathias fragte mich, ob ich mit ihm den Film machen wolle. Hatte Luc Besson getroffen, den Produzenten und Regisseur von „Das fünfte Element“ und „Leon der Profi“.  Er mochte die Geschichte, die Musik und den Musikclip und sagte, dass er uns helfen würde. Er hat den Film produziert.

Wie sind Sie auf diese vielen ungewöhnlichen Bilder und Figuren gekommen?

Der Film sollte eine Mischung aus einem Western wie von Sergio Leone, einem magischen Film wie von Fellini und ein bisschen freakig sein. Georges Melliès, ein Filmpionier, der in unserem Film das Kino erfindet, den gab es wirklich. Er hat Special Effects, vor allem Stop Motion für das Kino erfunden. Du musst dir von ihm „Die Reise zum Mond“ ansehen, das ist ein schöner, poetischer, träumerischer  Film, der in Frankreich sehr bekannt ist. Es war auch eine Liebeserklärung an diesen Film.

Warum haben Sie einen Animationsfilm gemacht und keinen Spielfilm?

Wir mögen Animationsfilme! Für diese Geschichte passte es besser und ist poetischer. Der Film ist wie ein normaler Spielfilm, nur eben animiert.

Ist "Jack und das Kuckucksuhrherz" Ihr erster langer Film?

Ja - und ich hoffe, es ist nicht der letzte.

Wie ist es, zum ersten Mal einen Langfilm zu drehen?

Fantastisch. Davor habe ich kurze Film gemachte, Musikclips, Werbefilme. Das war frustrierend, weil ich keine subtilen Emotionen entwerfen konnte. Einen Langfilm zu machen und wie heute in einem großen Saal zu sein und mitzuerleben, wie das Publikum die Emotionen miterlebt, das ist einfach fantastisch.

Wie führt man eigentlich bei einem Animationsfilm Regie?

Es geht darum, die verschiedenen Teams zu koordinieren. Das sind viele Menschen, die vor dem Computer sitzen, es waren bis zu 120 Leute, die daran gearbeitet haben. Da braucht es einen Chef, der den Überblick hat, wie man die Emotion noch besser raus bekommt.

Wie lange hat es gedauert, den Film zu machen?

Eigentlich waren zwei bis drei Jahre geplant, aber es kann schon passieren, dass es wie hier sechs Jahre dauert. Ein Film von Pixar dauert auch oft so lange.

Wie hat Ihnen die Vorführung im Zoo Palast in Berlin gefallen?

Es war das erste Mal, dass ich den Film in der englischen Übersetzung gesehen habe. Alle Lieder wurden ja dafür auch vom Französischen ins Englische übersetzt. Die Berlinale ist sehr wichtig für diesen Film. Und es ist wichtig für mich zu erleben, wie Zuschauer den Film annehmen, die nicht aus Frankreich kommen.

Danke für das Interview. Der Film war super!

"Jack und das Kuckucksuhrherz", 14.2.,15.30 Uhr, Filmtheater am Friedrichshain. Empfohlen ab zwölf Jahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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