Wirtschaft : Abfallkonzept: Senat gibt Gas beim Biomüll

Mehr Reycling. Noch bleibt im Müll, den die Stadtreinigung einsammelt, ein großer Teil des Bio-Abfalls ungenutzt. Künftig soll dieser komplett energetisch verwertet werden. Foto: ddp
Mehr Reycling. Noch bleibt im Müll, den die Stadtreinigung einsammelt, ein großer Teil des Bio-Abfalls ungenutzt. Künftig soll...Foto: ddp

Noch landen rund 400 000 von 1,2 Millionen Tonnen Berliner Bio-Abfall in den Restmülltonnen. Bis 2020 will der Senat diese Stoffe – von Kartoffelschalen bis zu Baumschnitt – komplett energetisch verwerten. Das steht im Abfallwirtschaftskonzept, das der Senat am Dienstag beschlossen hat. Neue Tonnen oder eine Biotonnenpflicht sind nach Auskunft von Umweltstaatssekretär Benjamin Hoff (Linke) aber vorerst nicht geplant. Die BSR hat bereits den Bau einer Vergärungsanlage für Bioabfall in Ruhleben beantragt. Zu Plänen für eine weitere Anlage in Berlin wollte sich Hoff nicht äußern.

Auch bei anderen Abfallarten soll die Recyclingquote weiter erhöht werden – „ohne dass die Gebühren steigen“. Denn mehr recycelte Wertstoffe bedeuten für die Entsorger auch zusätzliche Einnahmen. Der Streit zwischen der kommunalen BSR und dem privaten Entsorger Alba um das Modellprojekt „Gelbe Tonne Plus“ ist laut Hoff davon nicht berührt. Das neue Abfallkonzept muss noch vom Abgeordnetenhaus beschlossen werden. Es betrifft auch Unternehmen wie die Berliner Wasserbetriebe, die aus Abwässern beispielsweise Phosphate als Dünger gewinnen sollen, statt den Klärschlamm zu verbrennen. obs

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