Wirtschaft : Autos werden immer sparsamer

Hamburg - Die deutschen Autohersteller sind bei neuen Antrieben Weltklasse. Einer Studie des Center of Automotive zufolge waren im vergangenen Jahr unter den fünf besten Unternehmen allein drei aus Deutschland. Auf Rang eins kam wie im Vorjahr VW – diesmal gefolgt von Daimler, die sich um drei Plätze verbesserten. BMW schob sich von Rang neun auf Rang fünf vor und landete damit hinter Hyundai. Für den Viertplatzierten aus Korea machte die Opel-Mutter General Motors Platz, die auf Rang drei vorrückte. Ex-Weltmarktführer Toyota und der US-Konkurrent Ford, die im Jahr 2009 bei den Antrieben noch auf den Plätzen zwei und drei der innovationsstärksten Konzerne lagen, landeten 2010 nur noch im Mittelfeld. Für die am Dienstag veröffentlichte Studie wurden alle 20 großen Automobilkonzerne untersucht.

Institutsleiter Stefan Bratzel sagte, 2010 hätten die Autobauer durch Neuentwicklungen Verbrauchsreduzierungen im Schnitt von 16 Prozent erzielt. In den ersten Monaten des laufenden Jahres sei dieser Wert sogar auf über 17 Prozent geklettert. Dies sei vor allem durch Verbesserungen bei herkömmlichen Verbrennungsmotoren gelungen. Entgegen der allgemeinen Wahrnehmung hätten Innovationen in diesem Bereich mit 55 Prozent den größten Anteil gefolgt von Hybridantrieben (30 Prozent) und reinen Elektromotoren (zehn Prozent). Am stärksten senkten die Hersteller den Verbrauch bei Fahrzeugen der Mittel- und Oberklasse. Bei leistungsstarken Wagen sei das Potenzial besonders groß. „Auch im Hochpreissegment werden Spritfresser immer weniger toleriert, obwohl sich die Käuferklientel höhere Verbrauche prinzipiell leisten könnte“, sagte Bratzel.

Besonders positiv schnitten beim CO2-Ausstoß Volvo (minus zehn Prozent) und Audi (minus 6,7) ab. Mit einem Wert von 153 Gramm Kohlendioxid je Kilometer liege Audi aber noch ein Gramm hinter BMW (inklusive Mini). rtr

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