Wirtschaft : Brandenburg will Windstrom für Berliner E-Autos liefern

Berlin - Mit einem Gesamtvolumen von rund 25 Millionen Euro startete am Freitag das von der Technischen Universität Cottbus (BTU) geleitete Netz-Projekt für Elektromobilität „Smart – Capital Region“. Darin wird untersucht, wie der Ökostrom, der im Land Brandenburg vor allem durch Windräder erzeugt wird, in der Hauptstadt Berlin genutzt werden kann. Ein wichtiger Abnehmer des Grünstroms könnten Elektroautos sein.

„Ich bin sehr froh über den heutigen Tag und bin stolz, dass wir mit dem Projekt einen Beitrag zur Entwicklung der Elektromobilität leisten können“, sagte Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) bei der Auftaktveranstaltung bei Vattenfall in Berlin. Der Stromnetzbetreiber trägt zusammen mit anderen Unternehmen, darunter Siemens und Bosch, zur Finanzierung bei. Der überwiegende Teil der Mittel stammt indes aus dem Förderprogramm der Bundesregierung, mit dem insgesamt vier Schaufensterregionen in Deutschland unterstützt werden. Neben Berlin-Brandenburg wurden dafür die Regionen Sachsen/Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen ausgewählt.

Das Land Brandenburg hat die Initiative mit 1,8 Millionen Euro gefördert. „Wir erhoffen uns von dem Projekt eine Reihe von Forschungsdaten, die wir zeitnah in die Praxis umsetzen wollen“, sagte Christoffers. In dem Netzforschungs- und Ausbildungszentrum an der BTU sollen umfangreiche Daten erfasst und unterschiedliche Modellprojekte erprobt werden. Das Ziel für Berlin-Brandenburg sei es, ein weltweites Beispiel für die Nutzungsmöglichkeiten von Elektromobilität zu geben. frr

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