Wirtschaft : Daimler verleiht Autos in Berlin

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Berlin - Daimler startet sein Carsharing- Angebot in der Hauptstadt. „Den nächsten Schritt beim weltweiten Roll-out macht Car-2-Go in Berlin“, sagte Robert Henrich, Geschäftsführer der Daimler- Tochter Car-2-Go GmbH dem Tagesspiegel am Sonntag. An der Spree solle „in Kürze die bislang weltweit größte Flotte“ des Unternehmens an den Start gehen – also mehr als 500 blau-weiße Smarts. Diese würden „in weiten Teilen des Stadtgebiets“ zur Miete bereitstehen.

Berlin ist die zehnte Stadt, in der Daimler seine Smart-Flotte im Carsharing vermietet. Vertreten ist Car-2-Go in Europa und Nordamerika – in Deutschland in Ulm, Hamburg und Düsseldorf. Im zweiten Halbjahr soll Stuttgart folgen. Wie in Hamburg dürfte Car-2-Go in Berlin mit dem Autovermieter Europcar kooperieren. In Amsterdam und im kalifornischen San Diego sind rein elektrisch angetriebene Flotten unterwegs.

In Berlin sei neben den konventionell angetriebenen Modellen „selbstverständlich auch der Einsatz von Elektrofahrzeugen geplant“, sagte Henrich. Einzelheiten will das Unternehmen am Montag bekanntgeben. Insgesamt befinden sich nach Unternehmensangaben von März an fast 3000 Car-2-Go-Fahrzeuge an allen weltweiten Standorten auf den Straßen. Das Angebot wird von mehr als 65 000 Kunden genutzt. Insgesamt wurden bislang rund 1,3 Millionen Mietvorgänge absolviert.

In Berlin trifft das Unternehmen auf eine Vielzahl bestehender Carsharing-Angebote. Der Wettbewerber Drive-Now – ein Bündnis von BMW und Sixt – ist in der Hauptstadt seit Oktober 2011 vertreten. Auch die Bahn ist mit ihrem Flinkster-Fuhrpark sehr aktiv. Hinzu kommen regionale Anbieter. „Unserer Meinung nach ist der Berliner Markt groß genug für mehrere Konzepte dieser Art“, sagte Robert Henrich. Car-2-Go beabsichtige außerdem in Berlin „die intermodale Vernetzung mit anderen Mobilitätsanbietern“. Kosten sollen die Fahrzeuge so viel wie an anderen Standorten: Nach einer einmaligen Registrierung für 29 Euro können die Smarts für 29 Cent pro Minute genutzt werden. Henrik Mortsiefer

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