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Ebay-Konkurrent : Facebook startet Marktplatz in Deutschland

Mit seiner Marktplatz-Funktion macht Facebook Ebay Konkurrenz. Nun öffnet der virtuelle Flohmarkt auch in Europa.

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Facebook erweitert sein Angebot: Nutzer können auch gebrauchte Artikel anbieten und kaufen Foto: Leon Neal/AFP Foto: AFP
Facebook erweitert sein Angebot: Nutzer können auch gebrauchte Artikel anbieten und kaufen Foto: Leon Neal/AFPFoto: AFP

Das US-Netzwerk Facebook bietet auch seinen deutschen Nutzern demnächst die Möglichkeit an, Gegenstände anzubieten und zu verkaufen. Im vergangenen Herbst hatte das Unternehmen seinen „Marketplace“ in den USA, Großbritannien, Australien und Neuseeland gestartet. Diese Funktion soll noch im Juli auch in weiteren europäischen Ländern freigeschaltet werden, wie aus internen Unterlagen hervorgeht, die dem Tagesspiegel vorliegen.

„Facebook beginnt Ende Juli, die Marktplatz-Funktion in Europa zu aktivieren“, sagte eine Person, die mit den Plänen vertraut ist. Als erstes soll der Flohmarkt in Irland, Italien, Portugal und Spanien starten. Es folgen Deutschland, Frankreich und die Benelux-Staaten. Nach dem Zeitplan soll der Marktplatz hierzulande Mitte August sichtbar sein. Facebook wollte den Termin auf Anfrage nicht bestätigen, erklärte jedoch: „Wir hoffen, Marketplace bald auch in weiteren Länder zu starten.“

Facebook schaltet Marktplatz europaweit frei

Facebook tritt damit in Konkurrenz zu Ebay oder dem populären US-Kleinanzeigenportal Craigslist. Zum Start im Oktober 2016 hatte das Unternehmen erklärt, dass bereits 450 Millionen Menschen spezielle Gruppen nutzen, in denen insbesondere gebrauchte Artikel zum Kauf angeboten werden. Im Mai wurden laut Facebook in den USA 18 Millionen Anzeigen auf dem Marktplatz geschaltet.

Nutzer können sich dabei Artikel in ihrer Umgebung ansehen oder in Kategorien wie Bekleidung, Elektronik oder Möbel nach gesuchten Produkten zu stöbern. Käufer und Verkäufer müssen dabei nicht auf Facebook befreundet sein. Zahlungsabwicklung und Versand organisieren die Beteiligten unter sich.

Die Anzeigen können kostenlos geschaltet werden. Facebook verdient an dem Angebot jedoch trotzdem: In diesem Monat hat das Netzwerk damit begonnen, Werbung zwischen den Anzeigen einzublenden.

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