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Fahrradkuriere : "Das E-Bike revolutioniert die Branche"

15.04.2012 00:00 Uhr

Kuriere steigen auf elektrische Räder um

Wann sind Sie zuletzt auf einem E-Bike gefahren?

Gestern erst war ich mit einem Pedelec (Pedal Electric Cycle) unterwegs. Und das ziemlich schnell. Wenn man ordentlich mittritt, dann beschleunigen die auf bis zu 45 Kilometer in der Stunde. Das Gefährliche, aber auch das Reizvolle dabei ist: Wir sind alle darauf konditioniert, dass man nur so schnell fahren kann, wie man kurbelt.

Haben Sie bei Messenger schon Elektrofahrräder im Einsatz?

Ja. Wir testen sie gerade im Bereich der Lastenfahrräder. Bei diesen so genannten E-Bullitts kann man 80, 90 Kilogramm zuladen.

Das ist sehr spannend.

Nur für Ihre Branche?

Nein, auf keinen Fall. Da kann ich mir künftig viele Einsatzmöglichkeiten vorstellen. Auf die Lastenposition könnte man zum Beispiel Kindersitze montieren. Oder einen Schalensitz, mit dem man mühelos einen Erwachsenen chauffieren kann. Ich würde sagen, die Bullitts sind ein echter Autoersatz für die Stadt.

Wie lassen sich elektrifizierte Fahrräder mit der Kurierfahrer-Ehre vereinbaren?

Grundsätzlich muss man sagen, dass die Szene sachlicher geworden ist. Der professionelle Fahrradkurier definiert sich ja nicht dadurch, dass er auf der Straße eine Show abzieht, sondern er will Geld verdienen. Aber Sie haben Recht, mein erster Gedanke war auch: E-Bikes? Also, bitte, ein bisschen Berufsehre muss doch sein! Andererseits, fragen Sie mal jemanden, der jeden Tag 90 Kilometer Lasten durch die ganze Stadt kutschiert. Der ist abends fertig.

Ersetzen E-Bikes Autos?

Unsere bisherigen Erfahrungen sind so. 80 Prozent aller Pkw-Aufträge kann man sicher mit diesen Lastenrädern machen. Das revolutioniert definitiv die Branche.

Abseits der Lastenräder – werden sich Elektrofahrräder auch im Alltag durchsetzen?

Momentan ist das ein richtiger Boom. Die Hersteller sind da sehr hinterher, weil sie eine ganz neue Zielgruppe gewinnen können: Leute, die sonst kaum oder gar nicht fahren.

Die Räder sind aber nicht ganz billig.

Aber Sie müssen sehen, dass die Menschen dafür ihr Auto stehen lassen. Wenn jemand sonst sechs Kilometer zur Arbeit fahren musste, hat er vielleicht den Wagen genommen, weil er nicht verschwitzt ankommen wollte. Ist man hingegen elektrisch unterstützt, geht es wie im Flug. Ich höre aus der Branche, dass dieser Aspekt und natürlich auch der momentan sehr hohe Spritpreis viele Leute ins Denken bringt.

Achim Beier

gründete 1989 den ersten Fahrradkurierdienst in Berlin. Inzwischen gibt es Messenger in fünf deutschen Städten. Mit dem Kurier-Pionier sprach

Simon Frost.

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