Flüchtlingskrise : Ex-Minister Clement warnt vor Regulierungswelle am Arbeitsmarkt

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will demnächst eine Novelle des Zeitarbeit-Gesetzes vorlegen. Der Ehemalige Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement, warnt indes vor zu großer Regulierung.

Der ehemalige Bundesminister und SPD-Politiker Wolfgang Clement fordert weniger Regulierung am Arbeitsmarkt.
Der ehemalige Bundesminister und SPD-Politiker Wolfgang Clement fordert weniger Regulierung am Arbeitsmarkt.Foto: picture alliance / dpa

Der frühere Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement, hat angesichts der Flüchtlingskrise die Bundesregierung davor gewarnt, die Gesetze zur Arbeitnehmerüberlassung zu verschärfen. Derzeit drängten Hunderttausende Kriegsflüchtlinge und Asylbewerber nach Deutschland, weil sie hier eine gute Chance vermuten, einen Arbeitsplatz zu finden und sich und ihre Familien ernähren zu können, schreibt der ehemalige SPD-Politiker in einem Gastbeitrag für den „Tagesspiegel“ (Sonntagsausgabe). „Jetzt die Zeitarbeit wieder zurechtzustutzen, wie es der Berliner Koalitionsvertrag vorsieht, und regulierend weiter einhegen zu wollen ist genau der falsche Weg. Zeitarbeit ist so erfolgreich, weil sie Flexibilität ermöglicht. Schränkt man diese zu sehr ein, werden auch die so geschaffenen Arbeitsplätze alsbald wieder verloren gehen.“

 

Die “erfreuliche“ Entwicklung am Arbeitsmarkt sei nicht zuletzt einem relativ flexiblen Arbeitsmarkt zu verdanken, so Clement weiter. „Ich meine: Wir könnten ruhig ein bisschen stolz sein auf unseren guten Ruf und auf das europaweite Ansehen unseres Arbeitsmarktes.“ Hintergrund ist die Ankündigung von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), im Herbst einen Gesetzentwurf für eine strengere Regulierung von Leiharbeit und Werkverträgen vorlegen zu wollen.

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