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Gründersze : Wie Ideen gelingen

07.08.2011 02:00 Uhrvon
Die Jungs von Coffeecircle glaubten an ihre Idee: Moritz Waldstein-Wartenberg, Robert Rudnick und Martin Elwert.Bild vergrößern
Die Jungs von Coffeecircle glaubten an ihre Idee: Moritz Waldstein-Wartenberg, Robert Rudnick und Martin Elwert. - Foto: promo

Großartig, was einem da eingefallen ist. Und nun? Kommt der schwierigste Teil: die Umsetzung. Drei jungen Männern ist das gelungen: Mittlerweile haben sie den Kaffeehandel revolutioniert.

Ihr spinnt doch.“ Das war die erste Reaktion von Robert Rudnick. Vor ihm saßen Martin Elwert und Moritz Waldstein-Wartenberg, die gerade aus Äthiopien zurück gekommen waren. Mit leuchtenden Augen und einer Idee: den Kaffeehandel zu revolutionieren. Mit ihm, den sie bei der Arbeit in einer Unternehmensberatung kennen gelernt hatten. Die drei jungen Männer hatten schon länger darüber gesprochen, sich gemeinsam selbstständig zu machen. Es fehlte nur noch die zündende Idee. Elwert und Waldstein-Wartenberg glaubten nun, das Geschäftsfeld gefunden zu haben. Kaffee, ausgerechnet, dachte Robert Rudnick, den gibt es doch schon zur Genüge.

Doch bevor er seinen Freunden die Schnapsidee ausreden konnte, probierte Rudnick erstmal den äthiopischen Kaffee, den Elwert und Waldstein-Wartenberg da mitgebracht hatten.

Der Geschmackstest fiel positiv aus – erstes Glimmern in den Augen. Der Rest ging schnell, sie entwickelten ein Konzept, dass sie auf jeden Fall umsetzen wollten: Hochwertiger Kaffee aus dem Nord-Osten Afrikas, den sie über das Internet ohne Zwischenhändler direkt verkaufen und mit jeden Kauf spendet der Kunde gleichzeitig gezielt in ein von ihm ausgewähltes Hilfsprojekt in Äthiopien. Aus der Skepsis ist Begeisterung geworden, kurze Zeit später kündigten alle drei ihre Jobs, zogen von München nach Berlin und arbeiten daran, ihre Geschäftsidee zu verwirklichen: Coffeecircle. Inzwischen sind zwei Jahre vergangen und aus der Idee ist ein erfolgreiches Unternehmen geworden.

Nicht jede berufliche Idee gelingt so gut. Viele bleiben diffus, ein abstrakter Gedanke, eine Träumerei. Sei es ein Geschäft, eine Internetseite, ein Buch, oder eine Unternehmensstrategie, meistens schaffen es die Einfälle nicht aus dem Kopf des Ideengebers – egal wie großartig sie sind. Das Dilemma: „Eine Idee im Kopf ist nichts Wert“, sagt Timo Off, Kreativitäts- und Ideentrainer, „sie muss in die Welt gebracht werden.“ Nur warum ist es so schwer, eine Idee umzusetzen? Und wie macht man das?

DER SINN
Schwer gefallen ist es keinem von ihnen, den Job als Unternehmensberater zu kündigen. „Die Idee hat sich einfach gut angefühlt, die Mischung aus dem Kaffee, den Hilfsprojekten und der Internetvermarktung haben uns alle gepackt“, sagt Rudnick. Und die Aussicht, jeden Morgen mit einem guten Gefühl zur Arbeit zu gehen. Einem Gefühl von Sinn. Ein ganz wichtiges Element, sagen Experten, wenn es darum geht, eine Idee tatsächlich umzusetzen. Wo ist der Nutzen für meine Umwelt und warum will ich das machen? „Es ist die wichtigste Frage, die man für sich klären muss“, sagt Kai Jürgen Lietz, der Einzelpersonen bei Entscheidungsprozessen coacht. Nur so könne man mit Schwierigkeiten und Motivationstiefs umgehen und weitermachen. Und die werden kommen, dass müsse man von vornherein akzeptieren.

Der erste Teil ist die Kreativität – eine Idee wird geboren und man ist begeistert. Dann folgt der nüchterne Part. Scott Belsky, Kreativarbeiter und Geschäftsführer von „Behance“ – einer Firma in New York, die Kreative Bereichen zusammenbringt und bei der Ideenumsetzung hilft – schreibt in seinem Buch „Making Ideas happen“: Für eine erfolgreiche Idee brauche es ein Prozent Kreativität und 99 Prozent Schweiß und Arbeit. „Die größte Herausforderung ist das Umsetzen und das Durchhalten“, sagt Annegret Fuchs. Die Berliner Coacherin begleitet Menschen auf dem Weg, eine Idee zu realisieren.

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