Wirtschaft : Gute Geschäfte mit der Gesundheit Innovationspreis widmet sich Zukunftsbranchen

Berlin - Der Campus Berlin-Buch ist eines der größten biomedizinischen Zentren in Deutschland, Forschung und Entwicklung sind dort das Tagesgeschäft. Deshalb war das Max-Delbrück- Centrum für Molekulare Medizin am Mittwoch der passende Ort für ein „Innovationsfrühstück“ im Rahmen des 28. Wettbewerbs um den Innovationspreis Berlin- Brandenburg. Der Gesundheitssektor sei ein Wirtschaftsfaktor mit „zentraler Bedeutung“, sagte der Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Günter Stock. Die Branche stelle mit rund 352 000 Beschäftigten mehr als 15 Prozent der Arbeitsplätze in der Region und biete beste Exportchancen. Bis 2020 erwarten Experten einen Anstieg auf rund 374 000 Beschäftigte.

Mit der Gesundheitswirtschaft bewerben sich Berlin und Brandenburg auch im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesforschungsministeriums. Stock zeigte sich optimistisch, dass man die ausgelobten Fördermittel in Höhe von 40 Millionen Euro gewinnen werde. Er sprach sich sowohl für den Ausbau des Campus Buch als auch für eine neue „Medical City“ rund um die Heidestraße am Hauptbahnhof aus. Dank der nahen Charité könne die Heidestraße den Standort Buch hervorragend ergänzen, meinte das frühere Schering-Vorstandsmitglied.

Der Innovationspreis Berlin-Brandenburg wird im Dezember an bis zu fünf Sieger vergeben und ist mit je 10 000 Euro dotiert. Unternehmen können sich noch bis zum 30. Juni bewerben. Auslober sind die Länder Berlin und Brandenburg sowie Sponsoren aus der Privatwirtschaft. Diesmal geht es um Zukunftsfelder, die in der „Gemeinsamen Innovationsstrategie innoBB“ besonders gefördert werden. Neben der Gesundheitswirtschaft sind dies Energietechnik, Verkehr, Mobilität und Logistik, Informationstechnik, Kommunikation, Medien und Kreativwirtschaft sowie Optik und Mikrosystemtechnik. Auch Betriebe aus „flankierenden Branchen“ kommen als Preisträger in Betracht. CD

Informationen online:

www.innovationspreis.de

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