Immobilien : Eine ganz besondere Pflanze aus dem Botanischen Garten Verkannte Sarcococca

Uwe Nef / Brigitte Zimmer

Welch eine Pracht, was für ein Duft! Das Kamelienhaus empfängt seine Besucher in diesen Tagen wieder mit einem Blütenmeer ostasiatischer Teegewächse. Doch wer an den großen Blüten schnuppert, muss erstaunt feststellen: Die meisten Kamelien sind duftlos. Der intensive, süßliche Geruch entströmt nicht ihnen, sondern der eher unauffälligen Verkannten Sarcococca (Sarcococca confusa), die am Übergang zum Großen Tropenhaus steht.

Die Gattung Sarcococca umfasst elf Arten einhäusiger, immergrüner kleiner Sträucher, die auch Fleischbeeren (griech.: sarkos = Fleisch, kokkos = Beere) genannt werden. Sie kommen in China und anderen Teilen Ostasiens vor.

Sarcococca confusa bildet dicht verzweigte, bis zu zwei Meter hohe und ebenso breite Büsche. Im Winter erscheinen in den Blattachseln die stark duftenden, eingeschlechtigen Blüten.

Bis heute liegt der Ursprung der Pflanze im Dunkeln, denn sie ist in der Natur unbekannt. Vieles spricht dafür, dass es sich bei ihr um eine Hybride handelt, die in der Kultur durch Kreuzung aus zwei verschiedenen chinesischen Sarcococca-Arten spontan entstanden ist. Die Pflanze ist bei uns winterhart, verträgt sowohl volle Sonne als auch schattige Standorte. Da sie von Januar bis in den März blüht und duftet sowie an die Pflege keine hohen Ansprüche stellt, ist sie auch bei uns eine beliebte Gartenpflanze.

Mehr dazu im Internet:

www.botanischer-garten-berlin-de.

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