KAUFEN oder NICHT : Wenn die Katze zweimal klingelt

Nicht jeder Vermieter lässt es zu, dass man eine Katzenklappe installiert. Ein pfiffiger Bewegungsmelder kann helfen.

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Eine eigene Klingel für die Katze.
Eine eigene Klingel für die Katze.Foto: Heike Jahberg

Das Verhältnis von Katz und Mensch ist von Sklaverei geprägt. Der Mensch denkt, die Katze lenkt. Wenn der vierbeinige Herrscher sich etwa einsam fühlt und nachts an der Schlafzimmertür kratzt, schälen sich die gehorsamen Diener aus ihren Decken und lassen ihn hinein. Richtig ran muss der zweibeinige Sklave aber, wenn die Katze Freigängerin ist. Rein, raus, oder doch lieber nicht ... solche Spielchen rauben selbst dem leidensfähigsten Katzenfreund die Geduld. Was hilft, ist eine Katzenklappe. Doch nicht jeder Vermieter findet es gut, wenn man ein Loch in die Tür schneidet. Und auf Mäuse, die die Katze durch die Klappe ins Haus trägt, kann man auch verzichten.

Eine Alternative kommt aus Schweden: Die Firma Inno Advance AB hat eine „Katzenklingel“ erfunden, die Alarm schlägt, wenn die Katze draußen sitzt und ins Haus möchte. Die „Cat Door Bell“ (zu beziehen über www.yomoy.de) besteht aus einem Bewegungsmelder, der draußen angebracht wird, und einem Empfangsgerät in der Wohnung. Je nach Einstellung blinkt es, macht Geräusche oder beides. Wir hätten ein solches Gerät gut gebrauchen können, als es im Winter so bitterkalt war. Um unseren Kater vor dem Erfrieren zu retten, bin ich nachts aufgestanden, um nachzusehen, ob er vor der Tür sitzt. Die Klingel hätte mir manchen Fehlversuch erspart. Hilfreich ist das Gerät auch für Katzenbesitzer, die im ersten oder zweiten Stock wohnen.

Der Sensor funktioniert gut. Das Eintreffen der Katze meldet er zuverlässig, wahrscheinlich würde er auch Einbrecher oder wilde Tiere verraten. In unserer Erdgeschosswohnung kommt das Signal überall an, aber auch im Hausflur im zweiten Stock gab es keine Probleme. Der Preis aber schmälert den Spaß ein wenig: 37,90 Euro kostet die Klingel. Das ist nicht wenig, doch echte Sklaven kennen keinen Geiz.

Das Testurteil: neun Punkte.

(0 Punkte: Hände weg und alle Bekannten warnen, 5 Punkte: Noch mal drüber schlafen, 10 Punkte: Sofort kaufen.)

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