Mail an die Belegschaft : Air-Berlin-Chefs möchten keine Spaghettiträger sehen

Bei Air Berlin arbeitet man am äußeren Erscheinungsbild der MitarbeiterInnen. Die Chefetage hat der Belegschaft diese Woche einen neuen Dresscode für den Sommer "empfohlen".

Kevin P. Hoffmann
Im Sommer 2015 warb Air Berlin auf Plakaten im Berliner Stadtgebiet noch mit diesem unkonventionellem Motiv.
Im Sommer 2015 warb Air Berlin auf Plakaten im Berliner Stadtgebiet noch mit diesem unkonventionellem Motiv.Foto: Air Berlin/Promo

Berlin - Bei Air Berlin arbeitet man am äußeren Erscheinungsbild der Mitarbeiter. Nicht an dem der stets akkurat gekleideten Pilotinnen, Piloten, Stewards und Stewardessen, sondern an dem in der Verwaltungszentrale am Saatwinkler Damm in Tegel. Dort gab es während der vergangenen heißen Tage offenbar Irritationen und Fragen, welche Airline-Chef Stefan Pichler und Personalchefin Martina Niemann am Mittwoch in einer internen Mitteilung an die Belegschaft beantworteten.

Männern „empfehlen“ sie als Sommer-Businesskleidung Langarmhemden aus „kühler Sommerwolle oder luftigem Leinenstoff“. Ab 30 Grad könne die Krawatte abgelegt werden. T-Shirts, Polo-Shirts, kurze Hosen, Sandalen sind tabu. Frauen schlagen sie „Blusen oder knielange Kleider mit kleinen, angeschnittenen Ärmeln und Jäckchen mit halbem Arm“ vor. Was nicht geht: „Spaghettiträger, bauchfrei, Casual-Jeans, Shorts und Flip-Flops“. Ob dieser neue, fast Scharia-konforme Look vom Großaktionär Etihad aus Abu Dhabi angeregt wurde? Interne Mitteilungen kommentiere man nicht, sagte ein Sprecher. kph

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