Nach dem Referendum in der Türkei : Condor-Chef: Türkei-Tourismus wird zunehmen

Ralf Teckentrup, Chef des Ferienfliegers Condor, glaubt, dass der Tourismus in der Türkei wieder zulegen wird.

Rainer W.During
Ralf Teckentrup, Geschäftsführer des Ferienfliegers Condor, will wieder in die schwarzen Zahlen zurück kehren. Foto: picture alliance /dpa
Ralf Teckentrup, Geschäftsführer des Ferienfliegers Condor, will wieder in die schwarzen Zahlen zurück kehren.Foto: picture alliance /dpa

Der Chef des Ferienfliegers Condor, Ralf Teckentrup, rechnet nach dem Referendum mit einer Wiederbelebung des Tourimusgeschäfts in der Türkei. „Wir haben auch dieses Jahr im Sommer eine signifikant große Anzahl von Gästen, die in die Türkei reisen, und die Türkei mit ihrem Hotelangebot hat ein einzigartiges Preis-Leistungs-Verhältnis“, sagte Teckentrup, der auch im Vorstand des Reiseveranstalters Thomas Cook sitzt, dem Tagesspiegel. „Wenn es dort noch ein kleines bisschen ruhiger wird, als es derzeit ist, und das Thema Referendum vorbei ist, kann ich mir gut vorstellen, dass die Türkei wieder einen Aufschwung nehmen wird“, glaubt der Manager.

Im vergangenen Jahr hatte die Thomas Cook-Tochter Condor jedoch mit Einbußen im Türkeigeschäft zu kämpfen, räumte Teckentrup ein. „Die Türkei-Krise war im letzten Jahr der wesentliche Ursprung der Ergebnismisere.“ Condor hatte 2016 nach zwölf Gewinnjahren in Folge erstmals mit einem operativen Verlust von 16 Millionen Euro abgeschlossen. Deshalb will die Airline sparen, auch beim Personal. „Das geht nicht ohne den Abbau von Personal bei allen Thomas Cook-Airlines“, sagte Teckentrup. „Wir werden die Belegschaft in diesem Geschäftsjahr um 100 Leute reduzieren. Das betrifft nicht nur Condor, sondern auch unsere Fluggesellschaften in England, Skandinavien und Belgien.“

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