Apple-Produkte in der Kritik

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Neue Studie : Der Ärger mit fest verbauten Akkus
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In der Studie des baden-württembergischen Umweltministerium nahmen Forscher acht Akkuschrauber, zehn Rasierapparate und 14 Smartphones unter die Lupe. Bei den Akkuschraubern konnten die Tester den Akku des Bosch-Bohrers PSR 10,8 LI nicht ohne Spezialwerkzeug austauschen. Unter den Rasierern ermöglichten hingegen nur drei Produkte von Braun und Carrera einen einfachen Wechsel, und bei den Smartphones hätten zwei von 14 Geräten theoretisch zur Reparatur gemusst, um den Akku zu wechseln. In beiden Fällen handelte es sich um ein iPhone.

Weil Apple auch bei iPods und iPads feste Akkus einbaut, forderte das Umweltbundesamt bereits vor zwei Jahren ein Verbot der Produkte. Dass verschleißträchtige Akkus nur schwer ersetzt werden könnten, bezeichnete Jochen Flasbarth als „grotesk“. Damals war er Präsident der Behörde, seit Dezember ist er Staatssekretär in Bundesministerium für Umwelt. An seine Worte möchte ihn Verbraucherschützerin Hyewon Seo nun dringend erinnern.

iPhone, iPad, iPod: Ist der Akku defekt, muss das Gerät zur Reparatur. Foto: Imago
iPhone, iPad, iPod: Ist der Akku defekt, muss das Gerät zur Reparatur. Foto: ImagoFoto: IMAGO

Günstigere Reparatur bei Berliner Unternehmen

Statt sich über die Strategie der Elektrohändler zu ärgern, hat der Berliner Sebastian Lehmann (30) ein eigenes Geschäftsmodell entwickelt und das Unternehmen „Hyperdata“ gegründet. Seit zwölf Jahren repariert er mit seinen Mitarbeitern Akkus – und zwar günstiger als die zuständigen Unternehmen. Nimmt Apple für den Austausch eines iPhones bis zu 100 Euro, kostet die Reparatur bei Sebastian Lehmann rund 35 Euro. Einem Rasierer von Philips haucht er für rund 33 Euro neues Leben ein. Auf der Service-Seite von Philips steht stattdessen: „Für das ausgewählte Produkt ist außerhalb der Garantiezeit keine Reparatur vorgesehen.“ Eine unnötige Werbung für ein nicht nötiges Neugerät.

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