Niki Lauda : "Die Air Berlin kann man nicht retten"

Der Motorsport-Manager und Investor Niki Lauda glaubt nicht an eine gute Zukunft der Fluggesellschaft Air Berlin.

Niki Lauda, hier am Rande eines Formel1-Grand-Prix in Monaco im Jahr 2014.
Niki Lauda, hier am Rande eines Formel1-Grand-Prix in Monaco im Jahr 2014.Foto: VALDRIN XHEMA/picture alliance / dpa

"Die Air Berlin kann man, so wie sie heute ist, nicht retten. Die kannst Du auch in fünf Jahren nicht retten. Mit dieser Verschuldung, mit all den verkauften Fliegern, mit unglaublich hohen Leasing-Raten", sagte Lauda dem Tagesspiegel. "Mit Pech wird die Niki dabei mit untergehen. Und das ist für mich das eigentliche Drama", fügte er hinzu. Lauda hatte die Anteile seiner profitablen Airline vor wenigen Jahren an Air Berlin verkauft und saß über Jahre im Verwaltungsrat der Fluggesellschaft.

Er sei gespannt, ob Air Berlin den nächsten Winter überlebt. "Nach dem Sommer geht das Geld wieder aus. Und wenn Großaktionär Etihad sich weigert, nachzuzahlen, ist es wohl aus", erklärte Lauda. Dass der aktuelle Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann "sich auf diesen Höllensessel gesetzt hat, hat mich verwundert". Es sei "wahnsinnig schwer, aus den Resten von Air Berlin noch irgendetwas zu machen". Die Konkurrenz der Eurowings werde immer größer, von Easyjet und Ryanair gar nicht zu reden. "Der Markt hat sich neu formiert, da ist für die Air Berlin kein Platz mehr."

Man habe bei Air Berlin seit dem Abtritt von Joachim Hunold im Jahr 2011 "immer die falschen" Manager auf den Chefposten gehoben. "Das habe ich auch immer im Board-Meeting gesagt. Aber es hat keinen interessiert", sagte Lauda.

Das ganze Interview mit Niki Lauda können Sie heute Abend ab 19.45 Uhr im E-Paper lesen oder am Sonnabend im gedruckten Tagesspiegel.

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