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Auf Besuch: Finanzsenator Ulrich Nußbaum, SPD-Fraktionsvorsitzender Raed Saleh und IHK-Präsident Eric Schweitzer machen einen Ausflug in die Berliner Start-up-Szene. Die Firmen Gameduell und Zimory stehen auf dem Programm.

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Spieletester. Ulrich Nußbaum, Eric Schweitzer und Raed Saleh (von links) durften bei Gameduell zum Tablet greifen, um Bubble Speed oder Little Diggers auszuprobieren.
Spieletester. Ulrich Nußbaum, Eric Schweitzer und Raed Saleh (von links) durften bei Gameduell zum Tablet greifen, um Bubble Speed...Foto: Gameduell

„Wer ist der Chef?“, fragt Ulrich Nußbaum, er will schnell zur Sache kommen. Es ist die zweite Erkundungstour, die der Finanzsenator, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Berliner Abgeordnetenhaus Raed Saleh und IHK-Präsident Eric Schweitzer in den Berliner Mittelstand unternehmen. Diesmal steht die dynamische Start-up-Szene auf dem Programm.

Bei Gameduell wird das gleich deutlich: 200 Mitarbeiter aus 20 Nationen hat die Online-Spieleplattform heute, 120 Mitarbeiter sollen bis Ende des Jahres neu dazukommen. „Sehr gut“, konstatiert Schweitzer. „Unsere Mission ist, Leute zum gemeinsamen Spielen zusammenzubringen“, erklärt Kai Bolik, einer der Gründer. „Nichts für dich“, sagt Saleh in Richtung Nußbaum. „Als Finanzsenator hat man keine Freunde.“ Andere schon: 500 Millionen Spieler nutzen die Plattform pro Monat, sagt Bolik.

Die drei Besucher möchten wissen, ob die Miete hier in Mitte denn bezahlbar sei, wie schwer es sei, neue Mitarbeiter zu gewinnen und welche Qualifikationen diese brauchten. Bolik und sein Mit- Gründer Boris Wasmuth zeigen sich ganz zufrieden mit den Rahmenbedingungen in Berlin. Nur zum Schluss nimmt Bolik den Finanzsenator beiseite und hat dann doch ein paar Ideen, wie die Steuern investitionsfreundlicher gestaltet werden könnten. Nußbaum rät ihm, Mitstreiter für sein Anliegen zu suchen. „Üblicherweise werden solche Vorschläge von Verbänden eingebracht“, sagt er. Hier muss die Start-up-Szene noch dazulernen.

Von der bunten Welt der Spielebranche geht es zu den Ingenieuren des Cloud-Computing-Spezialisten Zimory, die an der Steuerung von Rechenzentren arbeiten, etwa dem der Telekom, der TU Berlin oder der österreichischen Bundesregierung. Geschäftsführer Rüdiger Baumann erklärt, dass es weltweit höchstens 15 Firmen gibt, die mit Zimory konkurrieren. 60 Mitarbeiter aus 14 Nationen hat die Firma in Berlin, bis Jahresende soll sich die Zahl verdoppeln. Die Unternehmer wünschen sich, dass es künftig schneller geht, Mitarbeiter aus dem Ausland zu holen. Und mehr Kindergartenplätze in Mitte. „Da tun wir einiges“, verspricht Nußbaum.

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