Passagieraufkommen : Berliner Flughäfen weiter im Aufwind

Berlin ist bei Touristen beliebt - das freut auch die Flughafenbetreiber. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Passagieraufkommen deutlich.

Soll Ende 2017 fertig sein: Der neue Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg Airport Willy Brandt (BER).
Soll Ende 2017 fertig sein: Der neue Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg Airport Willy Brandt (BER).Foto: dpa

Berlin zieht auch ohne den neuen Hauptstadtflughafen immer mehr Fluggäste an. In diesem Jahr wird die Zahl an den Altflughäfen Tegel und Schönefeld insgesamt erstmals über 30 Millionen liegen, wie Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg erwartet. Das sind deutlich mehr als der noch nicht eröffnete neue Flughafen zunächst bewältigen kann.

BER soll Ende 2017 bereit stehen

„Wir haben im vergangenen Jahr 29,53 Millionen Passagiere gehabt, das ist eine große Steigerung gegenüber dem Vorjahr mit knapp 28 Millionen“, sagte Flughafenchef Karsten Mühlenfeld am Mittwoch. „Wir gehen davon aus, dass wir auch in diesem Jahr mit mehr als fünf Prozent Wachstum rechnen können.“

Der neue Hauptstadtflughafen soll Ende 2017 in Betrieb gehen und fasst in seiner jetzigen Form zum Start 22 Millionen, später 27 Millionen Passagiere pro Jahr. Anders als ursprünglich geplant sollen die benachbarten alten Schönefelder Terminals ausgebaut und über 2017 hinaus zunächst in Betrieb bleiben.

Schönefeld wird erweitert

„Wir erweitern die Kapazität von Schönefeld von etwa 9,5 Millionen auf ca. 11 Millionen jährlich“, sagte Mühlenfeld zum Ausbau des früheren DDR-Zentralflughafens. Der Flughafen Berlin-Schönefeld ist neben dem Flughafen Tegel einer der beiden internationalen Verkehrsflughäfen im Großraum Berlin. Er steht, gemessen am jährlichen Passagieraufkommen, an deutschlandeweit achter Stelle.

An gleicher Stelle befand sich bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges die Henschel-Flugzeugwerke. Die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) ordnete 1947 den Bau eines zivilen Flughafens in Schönefeld an.

Der Flughafen, der für eine Maximalkapazität von 18 Millionen Passagieren pro Jahr geplant wurde, war unter Westberlinern beliebt: Von Schönefeld aus konnte man erheblich günstiger Destinationen im Ostblock erreichen.

Die Ost-Berliner Verkehrsbetriebe richteten hierfür extra eine Busverbindung zwischen West-Berlin und Flughafen Schönefeld ein. (dam, dpa)

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