Wirtschaft : Paypal baut sein Deutschlandgeschäft aus Bezahldienst stellt neue Mitarbeiter in Berlin ein

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Berlin - Der Online-Bezahldienst Paypal will sein Deutschlandgeschäft kräftig ausbauen. „In diesem Jahr wollen wir auf 20 Millionen Endkunden kommen“, sagte Gregor Bieler, Geschäftsführer von Paypal Deutschland, dem Tagesspiegel. „Damit sind dann zwei Drittel aller Online- Shopper in Deutschland unsere Kunden.“ Ende 2010 hatte Paypal mehr als 16 Millionen Kunden in Deutschland, etwas mehr als die Hälfte der geschätzt insgesamt 30 Millionen Online-Shopper in Deutschland.

Paypal ist ein Tochterunternehmen des Online-Marktplatzes Ebay. Mit Paypal können Privatpersonen und Firmen Zahlungen im Netz abwickeln und sich gegen Zahlungsausfälle absichern. Paypal ist nach eigenen Angaben Marktführer hierzulande. 14 Prozent aller Transaktionen im elektronischen Handel wickelt demnach Paypal ab. Zu den Konkurrenten gehören Clickandbuy und Sofortüberweisung.de.

Auch die Deutschland-Zentrale des US-Unternehmens in Dreilinden bei Berlin soll vom Wachstum profitieren. „Derzeit haben wir knapp 100 Leute in Dreilinden“, sagte Bieler. Ende des Jahres sollen es zehn bis 15 Leute mehr sein.

Zudem betreibt Paypal seit Dezember in Wilmersdorf ein neues Kundenservicecenter, wo derzeit 60 Mitarbeiter beschäftigt sind. „Wir werden den Kundenservice sukzessive ausbauen – auf zunächst 200 Leute“, sagte Bieler. Schließlich wird zum 1. Februar auch Billsafe nach Dreilinden ziehen. Billsafe bietet im Internet die bei den Deutschen beliebteste Zahlungsart an: das Bezahlen per Rechnung. Paypal hatte sich im November an dem Dienstleister beteiligt. „Jetzt wollen wir gemeinsam den deutschen Markt beackern“, sagte Bieler. Auch dafür werden neue Leute gebraucht: „Bei Billsafe sind noch zehn Positionen offen.“

Heute kann man unter anderem bei Ebay, Zalando, oder Lidl mit Paypal bezahlen. 2011 will Bieler vor allem zwei Entwicklungen vorantreiben: Mobile Payment und Micropayment, also das Bezahlen mit mobilen Endgeräten und das einfache Bezahlen von Kleinstbeträgen von weniger als einem Euro. Das ist besonders für die Medienbranche interessant: „Wir sind mit allen großen Verlagen im Gespräch“, sagte Bieler. Corinna Visser

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