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Private Altersvorsorge : Wann sich die Auszahlung auf einen Schlag lohnt

22.11.2012 08:34 Uhrvon
Abenteuerlust: Die Rentner im Film „Best Exotic Marigold Hotel“ verbringen ihren Lebensabend lieber in Indien als im Altersheim. Foto: FoxBild vergrößern
Abenteuerlust: Die Rentner im Film „Best Exotic Marigold Hotel“ verbringen ihren Lebensabend lieber in Indien als im Altersheim. - Foto: Fox

Wer jahrelang in eine private Altersvorsorge investiert, steht am Ende der Sparphase vor der Wahl: Alles auf einmal auszahlen lassen oder eine lebenslang garantierte Rente beziehen?

Das Vertrauen in die gesetzliche Rente in Deutschland ist schwach: Ein großer Teil der Arbeitnehmer, und darunter ganz besonders junge Beschäftigte, hat einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes zufolge Angst vor Altersarmut. 38 Prozent glauben, die gesetzliche Rente reiche nicht für das Leben im Ruhestand aus. Dazu passt, dass immer mehr Menschen hierzulande sich neben der gesetzlichen Rente noch über private Rentenpolicen absichern. Am Ende der Ansparphase hat der Kunde oft die Qual der Wahl: Will er eine lebenslange monatliche Rente oder will er das Geld auf einen Schlag? Umfragen zufolge würden sich knapp 60 Prozent der Deutschen, vor allem die Jüngeren, für eine Rente entscheiden.

Doch was ist sinnvoll?

HOHER PREIS FÜR SICHERHEIT

Eine allgemeingültige Antwort gibt es wegen der vielen verschiedenen Tarifvarianten zwar nicht. Beispiel-Rechnungen zeigen aber: Wer ein großes Sicherheitsbedürfnis hat und sich für die Rentenvariante entscheidet, zahlt dafür einen hohen Preis. Bei der Allianz bekommt ein heute 30-jähriger Mann, der 35 Jahre lang jeden Monat 150 Euro in die Rentenversicherung „Zukunftsrente Klassik“ überweist, entweder mit 65 die garantierte Summe von 75 294 Euro – oder eine lebenslange Rente von 265 Euro. Wer nachrechnet, stellt fest: Allein um die Summe aus der Auszahlungsvariante auszuschöpfen, muss der Rentner knapp 89 Jahre alt werden – Zinsen noch gar nicht mitgerechnet. Die versprochene Verzinsung in der Ansparphase ist dabei sehr bescheiden: Der Sparer erhält auf seine 63 000 eingezahlten Euro in 35 Jahren eine Rendite von unter einem Prozent. Allerdings prophezeit die Allianz eine Überschussbeteiligung, die die Rendite auf knapp 3,8 Prozent anhebt und damit zu einer monatlichen Rente von 612 Euro oder einer einmaligen Kapitalausschüttung von gut 129 000 Euro führt. Sicher ist dies aber nicht.

AUCH DIE BANK ZAHLT AUS

Wer sich das Geld auf einen Schlag auszahlen lässt, hat mehrere Möglichkeiten. Die einfachste und flexibelste ist es, das Ersparte auf einem Spar- oder Tagesgeldkonto anzulegen und jeden Monat eine bestimmte Summe abzuschöpfen. Dabei könnte der Sparer auch profitieren, sollten die derzeit extrem niedrigen Zinsen wieder anziehen. Alternativ bieten die meisten Banken sogenannte Auszahlpläne an: Hier lässt sich genau berechnen, wie hoch die monatlichen Zahlungen bei einem bestimmten Guthaben-Zinssatz sein dürfen, damit das Kapital zehn, 20 oder mehr Jahre reicht. Wer beispielsweise jene 129 000 Euro aus der oben zitierten Rentenversicherung der Allianz zum Rentenbeginn in einen Bankauszahlplan stecken will, erhält bei der Bausparkasse Mainz 20 Jahre lang jeden Monat 711 Euro. Glaubt er, bis 90 putzmunter zu sein, muss die Summe also 25 Jahre reichen, dann kann er mit 624 Euro pro Monat rechnen. Der Nachteil: Die Auszahlpläne sind meist nicht kündbar. Allerdings sind auch Rentenversicherungen sehr unflexibel und können nur unter hohen finanziellen Einbußen gekündigt werden. Der größte Vorteil der Bankauszahlpläne: Es fallen keine Gebühren an.

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