Rekordergebnis : Höchster Gewinn der Firmengeschichte für Roche

Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat 2006 den höchsten Gewinn seiner 110-jährigen Firmengeschichte erzielt. Im laufenden Jahr will er den Rekordkurs fortsetzen.

Basel - Vor allem dank seiner Krebsmedikamente und des Grippemittels Tamiflu stieg der Überschuss um 34 Prozent auf 9,2 Milliarden Franken (rund 5,7 Mrd Euro), wie das Unternehmen mitteilte. Der Umsatz kletterte um 18 Prozent auf 42 Milliarden Franken. Roche peilt nach Angaben von Konzernchef Franz Humer keine großen Übernahmen an, erwägt jedoch, die Beteiligungen an den Tochterunternehmen Genentech (USA) und Chugai (Japan) aufzustocken.

"Roche hat die sehr positive Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre im Jahr 2006 fortgesetzt und erneut ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt", sagte Humer. Das Glanzresultat ist maßgeblich auf die Pharmasparte zurückzuführen, deren Verkäufe mehr als drei Mal so schnell gewachsen sind wie der Markt. Das Geschäftsfeld Diagnostika entwickelte sich dagegen nicht ganz so erfolgreich.

Verkaufssteigerung bei Vogelgrippe-Mittel

Der Pharmaumsatz erhöhte sich um 22 Prozent auf 33,3 Milliarden Franken. Allein das meist verkaufte Roche-Krebspräparat MabThera/Rituxan spülte 4,8 Milliarden Franken (plus 15 Prozent) in die Kassen. Beim Grippemittel Tamiflu, das beim Menschen gegen Vogelgrippe wirkt, stiegen die Verkäufe um 68 Prozent auf 2,6 Milliarden Franken. Das Medikament rückte damit vom sechsten auf den vierten Platz der Roche-Kassenschlager vor. Im Rahmen der Pandemie-Vorsorge haben viele Länder ihre Tamiflu-Reserven weiter aufgestockt. Zu den Kunden gehören nach Humers Angaben jedoch nicht nur Regierungen, sondern auch große Unternehmen und Organisationen, die für ihre Mitarbeiter Tabletten einlagern.

Der Bereich Diagnostika steigerte den Umsatz um sechs Prozent auf 8,8 Milliarden Franken. Der Betriebsgewinn reduzierte sich um 21 Prozent auf 1,4 Milliarden Franken, was Roche unter anderem mit den Einführungskosten neuer Produkte begründete. (tso/dpa)

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