Ritter Sport : Keine Schadenersatzklage gegen Stiftung Warentest

Der Schokostreit mit Ritter Sport wird für die Stiftung Warentest keine finanziellen Konsequenzen haben. Ritter Sport verzichtet auf eine Schadenersatzklage gegen die Verbraucherorganisation.

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Eine Tafel eckt an. Der Streit um die Schokoladensorte "Voll-Nuss" von Ritter zog sich seit vielen Monaten hin.
Eine Tafel eckt an. Der Streit um die Schokoladensorte "Voll-Nuss" von Ritter zog sich seit vielen Monaten hin.Foto: dpa

„Wir werden nicht gegen die Stiftung Warentest klagen“, sagte Unternehmenssprecher Thomas Seeger dem Tagesspiegel. Der Schokohersteller hatte vor Gericht eine einstweilige Verfügung gegen ein „mangelhaftes“ Testurteil erwirkt, das reicht dem Unternehmen. „Unser Ziel war es zu beweisen, dass unsere Deklaration korrekt ist und Zweifel auszuräumen“, sagte Seeger, „das haben wir erreicht“. Die Stiftung Warentest und Ritter Sport hatten über die Frage gestritten, ob das von Ritter Sport verwendete Vanillearoma Piperonal natürlich oder künstlich hergestellt worden ist. Durch den Streit sei Ritter Sport ein enormer Imageschaden entstanden, berichtete Seeger.

Nachdem der Streit mit den Warentestern beigelegt ist, macht dem Schokohersteller jetzt ein anderes Thema Sorgen – die miese Haselnussernte im Hauptproduktionsland Türkei, die zu einem enormen Preisanstieg geführt hat. „Statt sechs Euro zahlen wir jetzt 12,50 Euro für das Kilo Nüsse“, sagt Seeger. Kunden, das darf man annehmen, werden wohl bald mehr für die Tafel zahlen müssen. Der Ärger um die „Voll-Nuss“ – er reißt einfach nicht ab.

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