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Schlechtere Aussichten : EU-Kommission senkt Wachstumsprognose für Griechenland deutlich

Dürftige Perspektiven: Die EU-Kommission schätzt die Wachstumschancen von Griechenland schlechter ein als zuvor. Die Prognose für die Konjunktur in der EU und Deutschland wurde dagegen angehoben.

Die EU hat die Wachstumsprognose für Griechenland um ganze zwei Prozentpunkte gesenkt.
Die EU hat die Wachstumsprognose für Griechenland um ganze zwei Prozentpunkte gesenkt.Foto: EPA/ORESTIS

Brüssel - Griechenlands Wirtschaftslage hat sich seit den Neuwahlen Anfang des Jahres deutlich verschlechtert. Die EU-Kommission senkte am Dienstag ihre diesjährige Wachstumsvorhersage für das vom Staatsbankrott bedrohte Land von 2,5 auf 0,5 Prozent, wie sie in ihrer Frühjahrsprognose für die EU mitteilte. Auch die Wachstumsaussichten für 2016 wurden von 3,6 auf 2,9 Prozent der Wirtschaftsleistung gesenkt.

Griechenland verhandelt seit Monaten mit den Geldgebern aus der Euro-Zone über weitere finanzielle Unterstützung. Die neue Regierung in Athen hat eine dafür geforderte Liste mit Reformen aber bisher nicht vorgelegt. Anders als bei ihrer letzten Prognose vom Februar geht die Kommission nun auch wieder von deutlichen Haushaltsdefiziten in Athen aus: Die Finanzierungslücke im Budget wird den Angaben zufolge in diesem und im kommenden Jahr bei 2,1 beziehungsweise 2,2 Prozent liegen. Im Februar hatte Brüssel noch Überschüsse von 1,1 und 1,6 Prozent erwartet.

Deutschland und die EU stehen gut da

Die Konjunkturprognose für die gesamte Europäische Union und die Eurozone hob die Kommission unterdessen an. Sie liegt EU-weit für dieses Jahr nun bei 1,8 Prozent, was einem Plus von 0,1 Prozentpunkten entspricht. Für die Währungsunion aus 19 Staaten erhöhte Brüssel seine Vorhersage um 0,2 Punkte auf 1,5 Prozent.

Besser als bei der Winterprognose vom Februar schnitt auch Deutschland ab. Hier hob die Kommission ihre Vorhersage für das laufende Jahr von 1,5 auf 1,9 Prozent an, für 2016 blieb die Prognose mit 2,0 Prozent unverändert. Die Bundesregierung hatte ihre Vorhersage Ende April auf jeweils 1,8 Prozent in diesem und im kommenden Jahr erhöht.

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