Serie: BERLIN, aber oho : Mehlwurm Vollkornbäckerei

In der Serie "Berlin, aber oho" stellen wir die Kleinunternehmer der Stadt vor. Heute: Eine Bäckerei, in der jeder Chef sein kann, der will.

Ulrich Goll

Weil sie die übliche Firmenstruktur nicht wollten, gründeten acht Berliner 1983 ihre eigene Bäckerei: „Jeder der arbeitete, sollte mitbestimmen dürfen“, sagt Mitgründer Wilfried Fahlenbock. Heute zählt die Bäckerei Mehlwurm 28 Mitarbeiter. Aber nur neun wollen führen, denn eines habe die vergangene Zeit gezeigt: nicht jeder hat Interesse an unternehmerischen Belangen. Die Neuköllner formen ihre Brote noch von Hand. Rund 20 Brotsorten gibt es täglich. Das Getreide kaufen sie bei Bio-Bauern der Region. Gemahlen wird vor Ort. Viele Backwaren sind vegan. Für Weizenallergiker gibt es Brote aus Dinkel und Roggenmehl. Neben der Backstube in der Pannierstraße in Neukölln gibt es zwei weitere Mehlwurmfilialen in den Markthallen in Kreuzberg und Moabit. Außerdem beliefern sie zehn Naturkostläden. Der Firmenname, sagt Fahlenbock, habe nichts mit dem gleichnamigen Ungeziefer zu tun. „Die Gründer haben an sich selber gedacht, wie sie als Mehlwürmer in der Backstube stehen.“

Gerd Hartnack (60, links), Wilfried Fahlenbock (63)
Gerd Hartnack (60, links), Wilfried Fahlenbock (63)Foto: Ulrich Goll

Chefs: Gerd Hartnack (60, links), Wilfried Fahlenbock (63) und sieben andere
Branche: Handwerk
Mitarbeiter: 28
Gründungsjahr: 1983
Firmensitz: Neukölln

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