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Tarifabschluss bei der Bahn : Eisenbahner bekommen in zwei Schritten sechs Prozent mehr Geld

25.03.2013 18:41 Uhrvon
Zugwirkung. Die EVG verbucht die Einigung als Folge ihres Warnstreiks vom vergangenen Montag. Mehr als 150 Fernzüge waren dabei ausgefallen oder verspätet an ihr Ziel gekommen. Foto: dpaBild vergrößern
Zugwirkung. Die EVG verbucht die Einigung als Folge ihres Warnstreiks vom vergangenen Montag. Mehr als 150 Fernzüge waren dabei ausgefallen oder verspätet an ihr Ziel gekommen. - Foto: dpa

Der Tarifabschluss war erfolgreich, sechs Prozent mehr soll es geben. Die Erhöhung betrifft 130 000 Beschäftigte bei der Bahn. Aber auch bei den Bahn-Konkurrenten gibt es einen Zuschlag.

Berlin - Die 130 000 Beschäftigten der Deutschen Bahn können in den kommenden anderthalb Jahren mit deutlich steigenden Einkommen rechnen. Die Bahn und die Verkehrsgewerkschaft EVG vereinbarten am Montag einen Lohnaufschlag von zweimal drei Prozent. Außerdem gibt es eine Einmalzahlung von 500 Euro sowie Verbesserungen bei der Altersvorsorge. Insgesamt summiert sich das Ergebnis nach EVG-Angaben zu einem Aufschlag von mehr als sieben Prozent. Damit sind Arbeitskämpfe bei der Eisenbahn in der Reisezeit rund um Ostern ausgeschlossen.

„Es gibt kaum einen Tarifabschluss in anderen Bereichen, der in den zurückliegenden zwölf Monaten besser war als der unsere“, sagte die Verhandlungsführerin und EVG-Vizechefin Regina Rusch- Ziemba.

Ihr Gegenüber Ulrich Weber, Personalvorstand des Staatskonzerns, sagte: „Damit gehen wir an die Grenzen des Verkraftbaren.“ Gefordert hatte die EVG 6,5 Prozent – allerdings bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Bahn, die der größte Arbeitgeber in Berlin und Brandenburg ist, hatte verteilt auf zwei Jahre eine Anhebung um 2,4 und 2,0 Prozent angeboten.

Die erste Lohnerhöhung von drei Prozent bekommen die Beschäftigten der Bahn ab Mai. Ab April 2014 gibt es einen erneuten Aufschlag um drei Prozent. Außerdem fließt ab Juli 2014 ein weiteres Prozent in die betriebliche Altersvorsorge. „Das ist respektabel“, lobte sich Rusch-Ziemba. Ihren Angaben zufolge ist es auch gelungen, die von der Bahn angestrebte schlechtere Bezahlung von Reinigungs- und Werkstattkräften abzuwenden. Die EVG verbucht dies als Folge ihres Warnstreiks vom vergangenen Montag. Mehr als 150 Fernzüge waren dabei ausgefallen oder verspätet angekommen. Allerdings wurden für die Beschäftigten in diesen Dienstleistungsberufen längere Laufzeiten vereinbart.

Sechs Prozent mehr bekommen auch die bundesweit rund 3000 Beschäftigten bei den Bahn-Konkurrenten im Schienen-Nahverkehr. Für sie gibt es seit 2011 einen Branchentarifvertrag, der im Kern dafür sorgt, dass der Lohnabstand zwischen der Bahn und ihren Wettbewerbern gewahrt bleibt. Dabei geht es um die Firmen Abellio, Benex, Hessische Landesbahn, Keolis, Netinera oder Veolia Verkehr. Einige davon sind auch in der Hauptstadtregion unterwegs.

Im Grundsatz geeinigt hatten sich beide Parteien bereits vergangene Woche. Allerdings wollten die Tarifkommissionen der EVG das Ergebnis nicht mehr beschließen. Nachdem sich die Gespräche am vergangenen Dienstag länger hingezogen hatten als geplant, hatten einige der gut 60 Mitglieder des Gremiums bereits den Heimweg angetreten, so dass die Kommission sich nicht mehr beschlussfähig fühlte.

Bahn-Vorstand Weber sagte, man habe „unter schwierigen Umständen“ einen Kompromiss gefunden. Er sei auch im Interesse der Kunden. Die Bahn hat sich vorgenommen, einer der beliebtesten Arbeitgeber im Land zu werden, um auch in Zukunft genügend Fachkräfte zu finden. Auf diesem Weg sei man „einen weiteren Schritt vorangekommen.“

Im öffentlichen Dienst hatte es kürzlich eine Einigung auf eine zweistufige Erhöhung von insgesamt 5,4 Prozent gegeben. In der Metall- und Elektroindustrie beginnen die entscheidenden Verhandlungen nach Ostern.

Für die Bahn-Mitarbeiter dürfte es zudem noch einmal eine Extraleistung von einigen hundert Euro geben. Der Konzernbetriebsrat und der Vorstand verhandeln über eine Erfolgsbeteiligung. 2012 hatte die Bahn 1,5 Milliarden Euro verdient – ein Rekord. Für 2011 hatte der Konzern seinen Mitarbeitern einen Bonus von 300 Euro gezahlt.

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