Übernahme : Schwedischer Konzern schluckt Gardena

Der schwedische Konzern Husqvarna hat das Unternehmen Gardena vom Finanzinvestor Industri Kapital für 730 Millionen Euro gekauft. Der Ulmer Betrieb gilt als Europas führender Hersteller von Gartengeräten.

Ulm - Der Kaufpreis beinhalte die Übertragung von Schulden, Gesellschafterdarlehen und Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 416 Millionen Euro, teilten die drei Unternehmen mit.

Gardena beschäftigt weltweit rund 2900 Mitarbeiten und erzielte im Geschäftsjahr 2005/06 (30. September) das beste Ergebnis der Firmengeschichte, teilte Gardena mit. Der Umsatz stieg um 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 421,8 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBITDA) sei um 12,6 Prozent auf 77 Millionen Euro verbessert worden.

"Chancen für neues Wachstum"

Gardena befand sich seit 2002 im Besitz von Industri Kapital (IK). Der Investor trieb kontinuierlich die Internationalisierung voran. In der Folge habe Gardena in Süd- und Osteuropa Wachstumsraten in zweistelliger Höhe erreicht. "Für uns war Gardena eine gute Investition, was auch an dem starken Interesse an dem Unternehmen im Verkaufsprozess deutlich wurde", sagte der Partner bei Industri Kapital, Detlef Dinsel. Bei der Auswahl des künftigen Eigentümers hätten die Entwicklungsmöglichkeiten des Geschäfts, die Husqvarna geboten hat, eine große Rolle gespielt.

Der Vorstandsvorsitzende von Husqvarna, Bengt Andersson, sagte: "Gardena hat mit innovativen Produkten und einem herausragenden Kundendienst eine sehr starke Marke aufgebaut. Die Verbindung der beiden Unternehmen schafft nun Chancen für neues Wachstum sowohl für die Produkte von Gardena als auch für diejenigen von Husqvarna." Husqvarna bezeichnet sich als der weltgrößte Hersteller von Kettensägen, Rasenmähern und anderen Motor-Gartengeräten wie Trimmer und Laubsauger. (tso/dpa)

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