UNGESCHÜTZTE BERUFSBEZEICHNUNG : Jeder kann sich Makler nennen

SCHNELL ZUR ZULASSUNG



Die Berufsbezeichnung „Immobilienmakler“ ist in Deutschland nicht geschützt. So gibt es auch keine offizielle Berufsausbildung, der Weg zur Maklertätigkeit führt in der Regel über die Ausbildung des Immobilienkaufmanns beziehungsweise der -kauffrau. Damit kann sich jeder Makler nennen, der Wohnungen und Häuser vermittelt, egal ob mit oder ohne fachliche Qualifikation. Nur eine Zulassung nach §34 C der Gewerbeordnung ist nötig, die es beim zuständigen Gewerbeamt gibt.

DIE FOLGE

Viele Wohnungssuchende, Immobilienkäufer und -verkäufer wissen nicht, ob sie einem Makler vertrauen können. Dazu kommen immer wieder Erlebnisse von Interessenten mit Vermittlern, die in erster Linie auf das schnelle Geld aus sind, anstatt sich um die Belange ihrer Kunden zu kümmern. Beispielsweise bieten sie Immobilien zu einem viel zu niedrigen Preis am Markt an. Die Provision vom Kaufpreis ist dann schnell kassiert, der Verkäufer aber steht mit fast leeren Händen da.

FORDERUNG

Ehrliche Vermittler fürchten deshalb um den Ruf ihres Standes. Der IVD sieht die Politik in der Pflicht. Die Forderung des Immobilienverbandes: Es muss ein Fachkundenachweis eingeführt werden. So soll nur derjenige eine Gewerbeerlaubnis als Makler bekommen, der so einen speziellen Nachweis vorlegen kann.

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