Unternehmen in der Hauptstadtregion : Tüftler hoffen auf Auszeichnung

Zehn Firmen sind nominiert für den Innovationspreis Berlin-Brandenburg.

Angie Pohlers
Dickes Ding. Der weltweit größte Textildrucker Infinitus steht in Potsdam.
Dickes Ding. Der weltweit größte Textildrucker Infinitus steht in Potsdam.Foto: picture alliance / dpa

Ein Banner von zwölf Metern Breite und 50 Metern Länge, messerscharf bedruckt mit riesigen Bildern – wenn Werbeagenturen, Bühnenbildner und Messebauer große Wünsche haben, müssen überdimensionale Drucker her. Der weltweit größte Textildrucker heißt Infinitus und steht in den Hallen des Potsdamer Unternehmens Big Image Systems. Seit mehr als einem Jahr ist die Maschine bereits im Einsatz, hat Bühnenbilder für verschiedene Opernhäuser und eine Pariser Boulevardansicht für eine Chanel-Modenschau gedruckt.

Am Dienstag wurde Big Image Systems als eines von zehn Unternehmen für den Innovationspreis Berlin und Brandenburg nominiert. Die Jury hatte die Auswahl unter 122 Bewerbern getroffen und neuartige Anwendungen und Geräte aus den Bereichen Energietechnik, Medien und Kreativwirtschaft, Verkehr, Mobilität, Logistik und Gesundheitswirtschaft gewürdigt. Bis zu fünf der vorgeschlagenen Unternehmen werden am 5. Dezember ausgezeichnet und erhalten einen der mit je 10 000 Euro dotierten Preise. Die Unternehmen spiegelten „das große Potenzial der Hauptstadtregion“ auf eindrucksvolle Weise wider, lobte Berlins Staatssekretär für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Guido Beermann.

Medizinischer Durchbruch mit dem "Leber-TÜV"

Einen Durchbruch für die medizinische Versorgung verspricht die Erfindung der Berliner Firma Humedics, die einen personalisierten „Leber-TÜV“ entwickelt hat. Das Testverfahren funktioniert über die Atemluft des Patienten und zeigt innerhalb kurzer Zeit zuverlässig die Leberleistung an. Dafür wird ein spezielles Medikament gespritzt, das in der Leber abgebaut und dessen Spaltprodukt ausgeatmet wird. Ein Laser misst die Konzentration in der Luft. So sollen Ärzte die Risiken und Therapiemöglichkeiten besser einschätzen können, als es mit herkömmlichen Bluttests der Fall ist.

Im Bereich der Erforschung von Krankheiten ist auch das Berliner Unternehmen Picoquant nominiert. Mit der Sted- Mikroskopie sollen Bilder unterhalb der bisher geltenden physikalischen Grenzen erzeugt und für die Erforschung von Krebs und Alzheimer genutzt werden.

Große und kleine Unternehmen unter den Nominierten

Ebenfalls für den Innovationspreis nominiert wurden das Centrum für regenerative Therapie der Charité, Rolls-Royce Deutschland, E-Message Wireless Information Services, Grasse Zur Ingenieurgesellschaft, Lumics, Luuv Forward sowie die Tischlerei Spatzier.

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